Kreis Heinsberg: Hilfetelefon: 24 Stunden täglich erreichbar

Kreis Heinsberg : Hilfetelefon: 24 Stunden täglich erreichbar

Am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen rückte die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Kreisgebiet Heinsberg bei einer Informationsaktion auf dem aktuellen Marktplatz der Kreisstadt an der Ostpromenade den Hinweis auf das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ in den Blickpunkt.

Ausgestattet mit Informationsmaterialien standen die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises sowie der Städte Erkelenz, Heinsberg, Hückelhoven, Wassenberg und Wegberg an ihrem Stand mitten im Marktgeschehen. „Um das Schweigen zu brechen“, erläuterte Anneliese Wellens, die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Heinsberg, das Engagement: Und es ging darum, Hilfsangebote bekanntzumachen. Die Nachfrage nach Hilfen gehe quer durch die Alters- und Gesellschaftsgruppen, bestätigte Marietta Ringering als Leiterin des Frauenhauses.

Dass jede dritte befragte Frau seit ihrem 15. Lebensjahr schon einmal körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren hat, belegt eine Studie der Europäischen Grundrechteagentur Fundamental Rights Agency, auf die sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in seiner Broschüre „Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt“ bezieht.

Gemeinsam mit dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben wird auf das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ hingewiesen. Unter der kostenfreien Rufnummer 08000/116016 und via Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de wird Betroffenen aller Nationalitäten an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr Beratung ermöglicht.

Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte sollen vertraulich und auf Wunsch anonym unterstützt werden. Die telefonische Beratung ist in verschiedenen Sprachen möglich: Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Persisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Türkisch und Vietnamesisch.

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft und die Mitwirkenden aus den vernetzten Einrichtungen am Stand in Heinsberg fokussierten denn auch ihre Informationsarbeit auf die Bekanntmachung der Telefonnummer. Wenn auch das Netzwerk im Kreis schon gut funktioniere und unter der Rufnummer 02432/3887 das Frauenhaus des Kreises jederzeit erreichbar sei, wenn Frauen akute Hilfe und Beratung benötigen würden, sei das Hilfetelefon ein wichtiger Baustein, der in das öffentliche Bewusstsein gehöre, waren die Frauen sich einig.

Mit Flyern, Kugelschreibern, Buttons und Taschen, auf denen die Nummer des Hilfetelefons aufgedruckt war, sowie mit Broschüren wie „Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt“ ­warben die Frauen für Aufklärung und Beratungsangebote und setzten sich somit ein für die Verhinderung weiterer Gewalttaten gegen Frauen.

(jwb)