Erkelenz/Holzweiler: Herrmann und Heinzel öffnen Kunstateliers

Erkelenz/Holzweiler : Herrmann und Heinzel öffnen Kunstateliers

Neugierige hatten an diesem Wochenende gleich in zwei Ateliers der Region die Möglichkeit, ein wenig Künstlerluft zu schnuppern.

Im Rahmen der Düsseldorfer „Kunstpunkte” öffneten Barbara Herrmann aus Holzweiler und Dietmar Heinzel aus Erkelenz ihre Ateliers.

Mehr als 460 Künstler beteiligten sich an dieser Aktion und verwandelten Düsseldorf und die Region zu einem wahren Kunsthimmel.

Heinzel und Herrmann gehörten zu den äußeren Galaxien. Sie ermöglichten den Besuchern einen Blick in ihre ganz persönlichen Werkstätten und stellten ihre Werke vor.

„Ich finde diese Aktion sehr anregend”, kommentierte Herrmann. „Es ist eine gute Möglichkeit, den Menschen seine Werke näher zu bringen, zu erklären, aber auch Ideen auszutauschen.”

Etwa 43 Besucher fanden den Weg in ihr Atelier in Holzweiler. Darunter waren viele ihrer Malschüler, aber auch Kunstliebhaber aus Übach-Palenberg und Mönchengladbach. „Sogar aus Holzweiler kamen Leute. Sie wussten bisher nichts davon, dass es in ihrem Ort ein Atelier gibt.”

Diejenigen, die den Weg zu der begabten Künstlerin fanden, konnten sich an farbenfrohen, abstrakten Arbeiten erfreuen. Sehr modern wirkte eine Vielzahl von Collagen, die in einer interessanten Technik angefertigt wurden. Ihre Werke spiegeln ihre ganz persönliche Gefühls- und Gedankenwelt wider.

Ein unfertiges Gemälde auf ungespannter Leinmwand verschaffte einen Einblick auf den Arbeitsprozess der ehemaligen Studentin der Kunstakademie in Düsseldorf. Auch Glasarbeiten gehören zu ihren Ausstellungstücken.

Abstrakte Montagearbeiten gab es bei Heinzel zu sehen. Mit unterschiedlichen Materialien zauberte der Erkelenzer Künstler faszinierende Werke. „Dinge aus anderen Welten werden durch mich zu einem neuen Ganzen zusammengefügt”, erklärte er.

Sein Schaffen sei ein ständiges Experimentieren mit Blickwinkel, Technik und Material. Die „Blauprägungen”, entstanden mit Stempel und Vorschlaghammer, sind unter anderem ein Ergebnis seiner individuellen Arbeitsweise.

Über 70 Arbeiten stellte er in seinem Atelier aus, einige davon mit philosophischen Titeln. „Ich will beim Betrachter die grauen Gehirnzellen wecken. Meine Kunst soll zu genauerem Hinsehen und Nachdenken anregen.” Zu seinen neuesten Werken gehören Glasarbeiten, in denen ein Gegenstand, wie zum Beispiel ein kleines Blatt, eingearbeitet ist.

„So wird das Denken auf andere Perspektiven gelenkt”, erklärte Heinzel. Zum Stöbern stellte er eine Mappe mit alten Werken aus, die seine künstlerische Entwicklung kommentiert. Mehr als 100 Besuchern musste er an diesem Wochenende Rede und Antwort stehen. „Das ist ganz schön anstrengend, macht aber auch großen Spaß”, gestand der Erkelenzer,.

Begeistert waren beide Künstler über den regen Andrang in ihren Ateliers. Sie sind sich einig: „Die Aktion Kunstpunkte war ein voller Erfolg.”