Helfer aus dem Kreis im Hochwasser-Einsatz

Helfer aus dem Kreis im Hochwasser-Einsatz

Kreis Heinsberg. Mehr als 5000 ehrenamtliche Rotkreuz-Helfer sind in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt im Hochwasser-Einsatz. Sie helfen bei der Evakuierung von betroffenen Bürgern, richten Notquartiere ein und sind bei den Aufräumarbeiten aktiv. Auch der DRK-Kreisverband Heinsberg leistet aktive Hilfe.

Am Sonntag brachten zwei Helfer des Kreisverbandes in einem Materialtransport 1000 Decken in das Hochwassergebiet.

Am Samstag um 16 Uhr gab es für das DRK im Kreis Heinsberg eine erste Voranfrage nach möglichen Einsatzkräften. Innerhalb einer Stunde meldeten sich 60 freiwillige Helfer.

Ein konkreter Einsatzauftrag folgte dann in der Nacht zum Montag kurz vor 4 Uhr: Am Montag sollte bis 21 Uhr ein kompletter Betreuungstrupp, unterstützt durch einen Mannschaftstransportwagen, im Landkreis Stendal, etwa 60 Kilometer nördlich von Magdeburg, eintreffen.

Drei DRK-Fachkräfte vom Kriseninterventionsteam und drei weitere, speziell ausgebildete Fachkräfte, sollen sich vor Ort um die auch psychisch stark belasteten Flutopfer kümmern. Neben der sozialen Betreuung können sie auch für die Verpflegung der Betroffenen und der Helfer sorgen.

Unter der Leitung von Truppführer Armin Schulze machten sich die sechs Helfer mit zwei Fahrzeugen am Montag um 11 Uhr auf die 550 Kilometer lange Strecke.

Zusammen mit sieben Aachener Kräften (Treffpunkt war die A-46-Raststätte Vierwinden) fuhren die Heinsberger nach Stendal. Wie lange der Einsatz dauern wird, lässt sich jetzt noch nicht genau vorhersagen.

Der DRK-Kreisverband Heinsberg hält außerdem zwei rollstuhlgerecht ausgestattete Fahrzeuge des Behindertenfahrdienstes, mit insgesamt acht Rollstuhlplätzen, für einen möglichen Einsatz bereit.

Sicher ist, so ein DRK-Sprecher, dass die Hilfe für die Betroffenen auch noch in der Zeit nach der Katastrophe notwendig sein wird. Wer helfen möchte, kann für die Opfer der Flutkatastrophe an das DRK spenden. Unter dem Stichwort: „Nachbarn in Not”, Spendenkonto 41 41 41, Bankleitzahl 370 205 00.

Am Sonntag waren von den Einsatzleitstäben in den Hochwasserregionen massiv THW-Hilfskräfte auch aus dem Kreis Heinsberg angefordert worden.

Der THW-Ortsverband Hückelhoven schickte unter der Leitung von Frank Blockhaus rund 40 Helfer mit zwölf Fahrzeugen für die Fachgebiete Wiederherstellung von Wegen und Räumen von Schadenstellen sowie Elektrofachkräfte für die Wiederherstellung der Elektroversorgung in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Pumpstationen auf den Weg.

Durch die THW-Geschäftsstelle Mönchengladbach koordiniert, wurden die einzelnen Einheiten in Konvois mit bis zu 40 Fahrzeugen nach Stendal zu einer Zentralen THW-Kräfte-Verteilstelle geleitet.

Ein Dank des THW galt den zahlreichen Arbeitgebern, die den Einsatz in den Hochwassergebieten für ihre Arbeitnehmer ermöglichen.

Bis auf zwei Gruppen völlig „entblößt” ist durch die Hochwasserflut in Ostdeutschland das THW in Übach-Palenberg.

Nachdem die Fachgruppe Elektroversorgung mit Gruppenführer Udo Werden und Maschinist Horst Hillemacher in Richtung Osten in Marsch gesetzt wurde und ein Technischer Zug des THW-Ortsverbandes zum Einsatz in Perleberg angefordert wurde, kam noch zusätzlich der Einsatzbefehl für die Fachgruppe Infrastruktur unter Leitung von Gruppenführer Hans Engels.