Heinsberg: Heinsberger Kirmes auf richtigem Weg

Heinsberg : Heinsberger Kirmes auf richtigem Weg

Die Tradition des gemeinsamen Handelns fortzusetzen ist der Weg, der Heinsberger Kirmes noch mehr Attraktivität zu verleihen, das gemeinsame Ziel von Schützen, Gewerbe- und Verkehrsverein sowie Rat- und Verwaltung der Kreisstadt.

Während Fahrgeschäfte und Bunden auf dem Kirmesmarkt bereits am Fronleichnamstag öffneten, fand der offizielle Auftakt mit dem Anschlag eines Bierfässchens am späten Freitagnachmittag durch Bürgermeister Josef Offergeld statt.

Flöten- und Trommelklänge des Spielmannszuges waren das Eröffnungssignal am Eingang zum Markt an der Weberstraße, wo Gewerbe- und Verkehrsvereinsvorsitzender Detlef Chudziak neben Bürgermeister Josef Offergeld und stellvertretenden Bürgermeister Heinz Franken auch zahlreiche weitere offizielle Gäste willkommen hieß.

Dazu gehörten Ortsvorsteher Franz Jakobs, das Kaiserpaar Rudi und Karin Kistermann, Schülerprinz Thorsten Schmitz, die Schützen mit Präsident Siegfried Jansen aber auch die Mitarbeiter der Verwaltung, die Vertreter des Schaustellerverbandes sowie Platzmeister Bert Willemsen.

Der Gewerbe- und Verkehrsverein unterstütze auch diesmal wieder durch Aktionen wie Freikarten für den Kirmesmarkt und den verkaufsoffenen Sonntag die Bemühungen, die Kirmes in Heinsberg zu einem Fest zu gestalten, dessen Besuch sich lohnt.

Man sei auf dem richtigen Weg zu einer attraktiven Kirmes für Jung und Alt, blickte der Vorsitzende mit Optimismus in die Zukunft. Auf dem Weg liege als nächster wünschenswerter Schritt die Wiederbelebung und Einbeziehung des Marktplatzes sowie der Weberstraße in das Kirmestreiben, um so die Öffnung zur Innenstadt deutlicher zu machen, äußerte er die Wünsche für die Weiterentwicklung. Vielleicht werde hier schon im Herbst ein Anfang gemacht.

Bürgermeister Josef Offergeld schaffte gerade noch mit wenigen gezielten Schlägen den Fassanstrich, ehe die dunklen Regenwolken leider ihre Schleusen öffneten.

Das zweite Heinsberger Music Event lockte anschließend rund 800 Besucher ins Festzelt an der Brücke. Hier sorgte „The Golden Sixties Band” recht schnell für die richtige Einstimmung zum „Oldie-Festival”. So hatte „Pussycat” Toni Wille, die mit ihrem Auftritt den „Star-Reigen” eröffnete, kaum Mühe, das Publikum zu begeistern.

An ihrer Seite stand „Anne” aus Erkelenz und Tochter Kimberley, wie sie den Gästen verriet. Auch wenn die Musik vom Band kam, verstand es die Pussycat-Sängerin, nicht nur mit ihrem Welterfolg „Mississipi” aus dem Jahre 1973, sondern auch mit den ebenfalls bekanten Titeln wie „Georgie”, Doin la Bamba” oder „Teenage Queenie” Stimmung ins Zelt zu bringen.

Chris Andrews als „Mister Yersterday Man” ist selbst mit 62 Jahren noch ein Entertainer, der sich auf der Bühne für sein Publikum zerreißt. Nicht nur mit diesem Evergreen sondern auch mit weiteren bekannten Oldies und Ohrwürmern heizte er dem Publikum mächtig ein, als Höhepunkt gemeinsam mit der „Golden Sixties Band” sich an diesem Abend in Heinsberg mit Sicherheit viele neue Fans fand.

Zur schon vorgerückter Stunde gehörte die Bühne dann der unter altem Namen neu formierten Band „Middle of the Road”. Von der einstigen schottischen Kultband, die mit ihrem bekanntesten Titel „Chirpy Chirp Cheep Cheep” ihr Programm eröffneten, ist noch Mitbegründer Ian McCredie an der Gitarre geblieben.

Ingesamt war es ein gelungener Abend, der mit der „Golden Sixties Band” einen stimmungsvollen Ausklang in den Morgenstunden fand. Zum Kaiserball am Samstag hatte das Kaiserpaar Rudi und Karin Kistermann, auch die Majesäten aus dem Schützenbezirks und der Kreisstadt Heinsberg ins Festzelt eingeladen.