Kreis Heinsberg: Heinsberger Handwerk: Konjunkturlage vorgestellt

Kreis Heinsberg : Heinsberger Handwerk: Konjunkturlage vorgestellt

„Das war eine ganz ordentliche Sommerkonjunktur für das Heinsberger Handwerk, wenn auch der Schwung des Frühjahres nicht beibehalten ­werden konnte.“ Dies sagte Peter Deckers, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, am Mittwoch bei einem Pressegespräch im Geilenkirchener Haus des Handwerks.

Dort präsentierte er die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage und kam zu dem Schluss, dass sich das heimische Handwerk „in äußerst robuster Verfassung“ zeige. Oder wie seine Stellvertreterin Nicole Tomys mit Blick auf die Zahlen anmerkte: „Da ist positive Musik drin.“ Dr. Michael Vondenhoff, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, stellte fest, dass es „noch recht rund läuft“. Es herrsche grundsätzliche Zufriedenheit, auch wenn eine gewisse Verunsicherung zu spüren sei.

Eine Menge zu tun gab es in den vergangenen sechs Monaten für die Betriebe zwischen Wegberg im Norden und Übach-Palenberg im Süden: Die durchschnittliche Auslastung wurde mit 87 Prozent beziffert. 82 Prozent der Handwerksbetriebe haben ihre aktuelle Geschäftslage nach diesem letzten halben Jahr als gut oder befriedigend bewertet. Das seien zwar fünf Punkte weniger als im Frühjahr, so die Kammer, aber die Dynamik sei weiterhin positiv. Die meisten Meisterbetriebe würden zudem davon ausgehen, dass sie den erreichten Stand in den Wintermonaten halten könnten, denn der Stimmungsindikator sinke nur um zwei Punkte auf 80 Prozent.

Was Auftragseingänge angeht, meldeten 23 Prozent der Betriebe einen Anstieg, 49 Prozent ein gleichbleibendes Niveau, 28 Prozent ­einen Rückgang. Was geschieht bis zum Frühjahr? 14 Prozent erhoffen mehr, 69 Prozent ­erwarten gleich viele, 17 Prozent befürchten weniger Aufträge. Beim Gesamtumsatz freuten sich 24 Prozent über ein Plus, gleichgebliebene Werte bilanzierten 53 Prozent, 23 Prozent konstatierten ein Minus. Beim Blick auf die nächsten Monate sehen 17 Prozent einen Anstieg, 64 Prozent Stabilität und 19 Prozent einen Rückgang.

Nach einer merklichen Personalreduzierung 2012/2013 habe im Kreis Heinsberg in den vergangenen sechs Monaten ein Aufholprozess stattgefunden, berichtete die Kammer. In 21 Prozent der Betriebe gab es ein Beschäftigungsplus, 66 Prozent hielten die Belegschaft konstant, 13 Prozent vollzogen einen Abbau. In den kommenden Monaten soll es bei vier Prozent der Betriebe Personalzuwachs geben, während 83 Prozent die Zahl ihrer Mitarbeiter beibehalten wollen. 13 Prozent stehen hingegen vor einer Verkleinerung ihrer Belegschaftsgröße.

Die Zahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge war im Kreis Heinsberg von 353 im Jahr 2012 auf 392 im Jahr 2013 angestiegen. Für 2014 zeichnet sich eine stabile Situation ab: Bis August gab es ein Minus von nur 0,2 Prozent, während im gesamten Kammerbezirk ein Rückgang um 8,1 Prozent festzustellen war.

(disch)