Schmidt: Heimatbund erinnert an das Kriegsleid vor 70 Jahren

Schmidt : Heimatbund erinnert an das Kriegsleid vor 70 Jahren

Der Geschichtsverein „Heimatbund 500 Jahre Schmidt e.V.“ hat sich im Zusammenhang mit der 500-Jahrfeier des Ortes im Jahre 1985 gegründet. Er befasst sich mit historischen Themen rund um Schmidt, und es ist ihm gelungen, interessante und denkwürdige Episoden aus der Geschichte des Dorfes festzuhalten.

„Wir sind nicht von gestern. Aber wir wollen auf Ereignisse hinweisen, die unseren Ort und die Menschen geprägt haben. In diesem Jahr wird an vielen Plätzen der Geschehnisse vor 70 Jahren gedacht, als in unserer Region erbittert gekämpft wurde und zigtausend junge Menschen ihr Leben verloren. Zu diesem Gedenken und Erinnern wollen wir einen Beitrag leisten“, sagt der Vorsitzende Heinz Claßen.

Der Heimatbund lädt für Samstag, 30. August, zu einer Busfahrt zu den Soldatenfriedhöfen in Margraten in Niederlanden, und Lommel in Belgien ein. In Margraten sind über 8000 amerikanische Soldaten begraben, der Besuch dort auf einem sehr gepflegten Friedhof mit Kreuzen aus weißem Marmor wird sicher ein beeindruckendes Erlebnis sein.

In Lommel wurde ein riesengroßes Areal zur letzten Ruhestätte für über 39 000 deutsche Soldaten; diese Stätte, der ein Informationszentrum angegliedert ist, betreut der Volksbund Deutsche Kriegsgräber.

Der Heimatbund schreibt in seiner Einladung: „Im November 2014 ist es genau 70 Jahre her, dass die alliierten Streitkräfte (hauptsächlich Amerikaner) im Kampf gegen das deutsche Nazi-Regime erstmalig die Grenze des Deutschen Reiches überschritten und dann in einen lang andauernden Kampf um Schmidt verwickelt wurden. Die „Schlacht um den Hürtgenwald“ ergab sich nur deshalb, weil die amerikanischen Streitkräfte die Straßenkreuzung in Schmidt erobern wollten.

In der so genannten „Allerseelenschlacht“ um Schmidt und Kommerscheidt verloren Tausende amerikanische und deutsche Soldaten ihr Leben.“

Der vom Heimtbund gemietete Bus startet am Samstag, 30. August, um 10 Uhr vom Kirchenparkplatz in Schmidt. In Maastricht ist eine Mittagspause vorgesehen, die Rückkehr ist gegen 18 Uhr geplant. Als Kostenbetrag werden 7,50 Euro erhoben.

Die Bustour wird unterstützt vom Rureifel-Tourismus e.V. im Rahmen des LEADER-Projektes „Lokales Weltkriegsgedenken“. Weitere Unterstützer sind die Sparkasse Düren und die Städteregion Aachen.

Um Anmeldung wird gebeten, und zwar bis zum 20. August bei Heinz Claßen, Kirchweg 3a in Schmidt, Telefon 02474/1276, oder bei Rudolf Nießen, Bergstraße 17 in Schmidt, 02474/1283. Der Kostenbeitrag ist bei der Anmeldung zu entrichten.

(ale)