Hastenrath: Hastenrather beweisen Gemeinschaftsgeist

Hastenrath : Hastenrather beweisen Gemeinschaftsgeist

„Die Bürgerhalle hier in Hastenrath war schon ein großes Unterfangen.

Als ich vom Wunsch zum Bau einer neuen Schützenhalle mit Schießstand erfuhr, war ich zunächst skeptisch, ob die Hastenrather erneut so viel Energie zum Eigenbau aufbringen könnten. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Abermals zeigten die Hastenrather Gemeinschaftsgeist”, beglückwünschte Bürgermeister Bernhard Tholen in seiner Festansprache Hastenrath zu seinem neuen Juwel.

„Ohne Vereine lebt kein Dorf”, sagte der Bürgermeister weiter und versprach, trotz der schwierigen Haushaltslage stets ein offenes Ohr für die Vereine zu haben und sie nach allen Möglichkeiten zu unterstützen.

„Die Dorfbewohner sollen in den Vereinen eine neue Heimat finden”, hatte Pfarrer Rolf Hannig zuvor bereits in der heiligen Messe gesagt. Auch er lobte das Hastenrather Gemeinschaftsverhalten.

Viele Hastenrather sowie befreundete Schützenbruderschaften waren nach der heiligen Messe zur Einweihung des Schützenheimes zur Bürgerhalle gekommen, sahen hier zunächst beim gemeinsamen Frühstück den Eröffnungsmarsch der Spielmannsleute aus Hastenrath.

Ludwig Kaprot, Vorsitzender der Schützenbruderschaft St. Josef Hastenrath, sieht in der Einweihung des Schützenheimes und Schießstandes einen historischen Tag für die Bruderschaft. Er begrüßte zahlreiche Ehrengäste, an der Spitze Bürgermeister Bernhard Tholen, Ortsvorsteher Hans-Peter Tholen, Horst Wiegand vom Vorstand der Kreissparkasse Heinsberg, Ehrenratsherr Leo Hensgens und viele weitere Vertreter aus Wirtschaft und Politik.

„Mit Blick auf eine weitere Aktivierung des ohnehin schon guten Vereins- und Dorflebens haben wir im Interesse der Nachwuchsarbeit und zur Förderung der Jugend das Schützenheim an dieser Festhalle in Eigenleistung erstellt - mit entsprechenden Zuschüssen. Ich danke besonders der Gemeinde Gangelt, unserem Ortsvorsteher Hans-Peter Tholen, der Kreissparkasse und vielen kleineren Sponsoren für die Unterstützung. Dies zeigt, dass man mit vereinten Kräften einiges schaffen kann”, lobte Vorsitzender Ludwig Kaprot alle Helferinnen und Helfer für ihr vorbildliches Engagement.

Über 2700 Stunden Eigenarbeit wurden geleistet, fast 50 Helferinnen und Helfer waren seit dem ersten Spatenstich am 2. November 2001 im Einsatz. Die Gesamtkosten des benötigten Materials beliefen sich auf rund 45 000 Euro.

Der Schießsport in Hastenrath blühte Anfang der 70-er Jahre auf. Auf dem Grundstück der Familie Killen wurde ein Schießstand errichtet. 1984 wurden Auflagen verschärft, der Schießsport erlahmte ein wenig. Man musste nun auf auswärtige Schießstände ausweichen, wobei man auch hier mit den neuen Bestimmungen zu kämpfen hatten.

Der nagelneue Hastenrather Schießstand ist nach modernsten Erkenntnissen hergerichtet. Neben dem Schießstand wurde ein Aufenthaltsraum (Schützenheim) errichtet. Hier können rund 50 Personen Platz finden. Auch dies ist ein Schmuckstück im Vereinsleben von Hastenrath.