Erkelenz: Harmonisches Miteinander

Erkelenz : Harmonisches Miteinander

„1 + 1 = 3” lautet der so einprägsame wie falsch klingende Titel der Ausstellung mit Werken der Wegberger Künstlerin Ute von Cieslik im Erkelenzer Amtsgericht.

Der Titel ist Grundlage ihrer kreativen Theorie, nach der die zwei Komponenten Farbe und Bewegung die dritte Komponente - die Reaktion des Betrachters - hervorrufen. Insgesamt 25 Arbeiten der Künstlerin sind im Rahmen der siebten Ausstellung der Reihe „Recht hat Kultur” im Amtsgericht ausgestellt.

Mit der Malerei beschäftigt sich die gelernte KFZ-Mechanikerin und Reklamezeichnerin seit 25 Jahren. Dabei setzt sie ihre Ideen in Öl und Acryl sowie in einer selbst kreierten Spritzmischtechnik um. Neben realistischen Landschaftsbildern hat die Künstlerin eine Reihe ihrer abstrakten Arbeiten und Collagen zu einer Werkschau zusammengestellt, die einen Überblick über ihr Schaffen gibt.

Eine große Rolle in ihren Werken spielt das harmonische Miteinander der Farben, die die Bewegung des Lebens ausdrücken. Während viele ihrer Künstlerkollegen auf die optische Konfrontation setzen, spielt die Harmonie des Betrachters eine große Rolle in ihrem Gesamtwerk. Ihre abstrakten Werke laden zum Interpretieren ein und lassen dem Betrachter einen geistigen Spielraum.

Gerichtsdirektor Dr. Karl-Heinz Horbach hob hervor, dass von Cieslik der Justiz seit ihrer Jugend verbunden ist, da sie als Tochter eines Notars das Licht der Welt erblickte. Beeinflusst wurde sie nach eigenen Worten auch von ihrem langen Aufenthalt in den Niederlanden, wo sie sich intensiv mit den wechselnden Farben des Himmels auseinandersetzte und ihre Spritzmischtechnik entwickelte. Dort ließ sie sich zur psychoanalytischen Kunsttherapeutin ausbilden. Beruflich ist sie in einem Wohnheim der Hephata-Stiftung tätig.

Die Ausstellung im ersten Stock des Amtsgerichtes Erkelenz ist noch bis zum 14. November während der Publikumszeiten für Besucher geöffnet.