Wegberg: „Handwerker” das Handwerk gelegt

Wegberg : „Handwerker” das Handwerk gelegt

Ein angeblich hilfsbereiter Handwerker kündigte sich am Mittwoch, 2. Mai, sich für 12 Uhr bei einer 91-jährigen in Wegberg wohnenden Dame an, er wolle einmal nach den Rohrleitungen sehen. Der Dame kamen Zweifel, zumal sie keinen Installateur bestellt hatte und sie verständigte die Polizei.

Der angekündigte Handwerker traf tatsächlich zur angegebenen Uhrzeit ein und wurde von den bereits dort wartenden Kriminalbeamten des Betrugskommissariates Hückelhoven in Empfang genommen. Der Mann war zwar wie ein Handwerker gekleidet, aber er wollte offensichtlich keine ordentliche Arbeit abliefern, sondern vielmehr in betrügerischer Absicht einen möglichst hohen Geldbetrag ergaunern.

Der 32-jährige Tatverdächtige, der bereits wegen verschiedener Delikte polizeilich in Erscheinung getreten war, wurde vorläufig festgenommen. Zwischenzeitlich ist er zur Sache gehört worden und konnte nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen werden. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen versuchten Betruges.

Auf Grund ihres gesunden Misstrauen verhielt sich die 91-jährige Frau richtig und informierte gleich die Polizei. So konnte sie durch ihre schnelle Reaktion vor Schaden bewahrt werden. In dem Zusammenhang möchte die Kreispolizei nochmals darauf hinweisen, dass bereits in der Vergangenheit vorwiegend ältere Menschen Opfer solcher Straftäter wurden.

Die Betrüger melden sich oft telefonisch an oder sprechen persönlich vor, um die unterschiedlichsten Handwerksarbeiten anzubieten. Auch wird vorgegeben, man käme vom Wasserwerk oder vom Stromversorger, um irgendwelche Reparaturen zu verrichten. Nach den durchgeführten Arbeiten werden dann horrende Geldforderungen verlangt.

Erst später stellt sich oft heraus, dass die Arbeiten erst gar nicht verrichtet oder minderwertig bzw. unfachmännisch ausgeführt wurden. Bedenken Sie, dass seriöse Handwerker in der Regel nur auf Anfrage tätig werden. Vertreter von Versorgern kündigen ihre Besuche zwar an, werden sich aber mit ihrem Ausweis entsprechend legitimieren können.