Erkelenz: Gymnasium in Erkelenz bald ganztags?

Erkelenz : Gymnasium in Erkelenz bald ganztags?

Im Erkelenzer Schulzentrum soll eine Schulmensa entstehen. Das jedenfalls wünscht sich die grüne Ratsfraktion und hat deshalb für den nächsten Schulausschuss den entsprechenden Antrag gestellt.

„Durch die Vorgaben des Schulministeriums NRW hat sich die Wochenstundenzahl für viele Schülerinnen und Schüler deutlich erhöht.”, sagt Christel Honold-Ziegahn, stellvertretende Bürgermeisterin.

Da stimmt die Vertreterin der Grünen im Erkelenzer Schulausschuss voll und ganz mit NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU) überein: „Mein Wunsch ist, überall dort, wo der Elternwille da ist, Ganztagssysteme zu schaffen”, hat Sommer gesagt. Ganztagsgymnasien seien, so die Ministerin, „pädagogisch sinnvolle Vorhaben”.

Als „Luftnummer” der Ministerin hat deren Wunsch nach mehr Ganztagsgymnasien ausgerechnet Honold-Ziegahns Parteifreundin Sigrid Beer bezeichnet. „Mit der Schulzeitverkürzung am Gymnasium hat die Ministerin den Schulen den Ganztag durch die Hintertür beschert und die Kommunen auf den Folgen sitzen lassen”, sagt Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Düsseldorfer Landtag.

Ausgesprochen gute Erfahrungen mit dem, wofür Ministerin Sommer sich jetzt verstärkt hat man am Gymnasium in Hückelhoven gemacht: Seit 1992 schon gibt es dort den Ganztagsunterricht - man hat das dort nur nie an die große Glocke gehängt.

Schon die Sechstklässler, die an den beiden Gymnasien in Erkelenz den bilingualen Zweig besuchen, haben täglich mindestens von 7.30 bis 13.30 Uhr Unterricht. Die eine oder andere Arbeitsgemeinschaft zusätzlich verlängert den Aufenthalt in der Schule weit über die Mittagszeit hinaus. Außerdem, so geben die Erkelenzer Grünen in ihrem Antrag zu bedenken, könnten die erwünschte „Entzerrung von Stundenplänen und außerschulisches Engagement durch die Möglichkeit, an den Schulen eine vollwertige Mahlzeit zu bekommen”, gefördert werden.

Weil nicht jede der drei großen Schulen im Schulzentrum - also Cornelius-Burgh-Gymnasium, Cusanus-Gymnasium und Realschule einen eigenen Mittagstisch anbieten kann, alle zusammen das aber sehr wohl organisieren könnten, „wäre die Einrichtung einer gemeinsamen Schulmensa die beste Lösung”, sagt Christel Honold-Ziegahn.