Kreis Düren: GWS muss an Dr. Gramm 131.000 Euro zahlen

Kreis Düren : GWS muss an Dr. Gramm 131.000 Euro zahlen

Der frühere Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- Gesellschaft des Kreises Düren (GWS), Prof. Dr. Michael Gramm (Jülich), hat am Dienstag Honorarforderungen gegen die GWS bei Gericht durchgesetzt. Danach muss das Unternehmen ihm für den Zeitraum von April 2004 bis März 2006 einschließlich Zinsen und Kosten 150.000 Euro zahlen.

In dem Urteil des Landgerichts, das schriftlich in etwa zwei Wochen zu erwarten ist, werden keine Auflagen zum Nachteil des Klägers Dr. Gramm mehr genannt. Nach einem vom Gericht seinerzeit vorgeschlagenen Vergleich im Zusammenhang mit bisher nicht beschiedenen Forderungen für das Jahr 2003 hätte der Ex-Geschäftsführer noch eine Bürgschaft stellen müssen, mit der mögliche Schadenersatzforderungen der GWS gegen den ehemaligen Geschäftsführer abgesichert werden sollten.

Diese Forderungen sollen in einem eigenen Verfahren der GWS gegen Gramm noch eine Rolle spielen. Dabei geht es um Schäden, die der Gesellschaft im Zusammenhang mit einem Projekt in Jülich, der so genannten High-Tech-Mall, entstanden sein sollen.

Die Schadenersatzforderungen richten sich dem Vernehmen nach nicht allein gegen Dr. Gramm, sondern möglicherweise auch gegen seine Nachfolger in der Geschäftsführung, den ehemaligen Kreisdirektor Dr. Wolfgang Beyer und Dr. Hans-Joachim Ahn. Der GWS-Aufsichtsrat begründete die Verfolgung von Schadenersatzansprüchen stets als seine pflichtgemäße Aufgabe.

Ahn ist heute Geschäftsführer der Gesellschaft ACI, die auf EBV-Gelände in Aldenhoven-Siersdorf eine Nassteststrecke für die Automobilindustrie plant.