Hückelhoven-Doveren: Gutes Rechnen mit Weckmann belohnt

Hückelhoven-Doveren : Gutes Rechnen mit Weckmann belohnt

Einen etwas anderen Schultag erlebte die Klasse 3 a der Johann-Holzapfelschule aus Doveren.

Die 26 Kinder besuchten mit ihrer Lehrerin Frau Krämer die Bäckerei Sieberichs in Hilfarth. Bäckermeister Norbert Sieberichs, der in der dritten Generation das 52 Jahre bestehende Geschäft führt, war locker, lustig und geschickt im Umgang mit der großen Kinderschar. In der Backstube wurde es vielleicht ein wenig eng.

Nachdem der Brötchenteig in der großen Maschine geknetet war, gab es eine Rechenaufgabe: 25 Teiglaibe lagen dort und jeweils 30 Brötchen sollten daraus entstehen. Wie viele Brötchen können dann gebacken werden?

Auch als der Mürbeteig in der großen Teigrollmaschine ausgewalzt war, musste gerechnet werden. Mit dem Lineal wurde die Größe für die Mürbeteigböden von leckeren Bananensplits gemessen. „Ein Bäcker muss eben gut rechnen können!”, informierte er die Kinder lachend.

Richtig rund ging es in der Backstube: Wohin sollte man denn zuerst gucken? Amerikaner waren im Backofen und mussten anschließend verziert werden, Torten wurden gefüllt und mit Sahne verziert.

Ein Blech Nussecken wurde zugeschnitten, hier musste wieder gerechnet werden. Ein Riesenweckmann wurde aus dem Ofen gezogen und mit Zuckerguss und Mandeln verziert. Natürlich gab es immer etwas zum Probieren und Naschen.

Die kleinen Hände reichten gerne die Bleche weiter und halfen, den Brötchen die richtige Form zu geben, „So ging es früher”, sagte Norbert Sieberichs und drückte mit einer Form jedem Brötchen ein Muster auf. Dann zeigte er die Maschine, die dies auf Knopfdruck immer für 30 Brötchen macht. „Das geht natürlich viel schneller.”

Der Schwarzbrotteig knetete unterdessen. „Wenn der verarbeitet wird, braucht man viel Platz”, meinte Bäcker Sieberichs abschließend mit einen Augenzwinckern.

So gingen die kleinen „Helfer” mit einem Weckmann als Wegzehrung zu Fuß von Hilfarth zurück in die Schule nach Doveren. Super gelaunt, denn das war ein wirklich aufregendes Erlebnis, alles rund ums Backen so hautnah zu erleben.

In der Schule geht es nun in Sachkunde und in Sprache rund ums Backen. Natürlich lernen jetzt alle lieber, die schwierigen Namen der Brotsorten und Kuchen zu schreiben.