Arsbeck: Guter Rat beim Galakonzert: „Macht weiter so!”

Arsbeck : Guter Rat beim Galakonzert: „Macht weiter so!”

Vor 80 Jahren traten nicht nur die ersten Gummibärchen ihren Siegeszug an und wurde nicht nur das Deutschlandlied zur Nationalhymne erklärt.

1922 veränderte außerdem ein einprägsames Ereignis das kulturelle Leben in Arsbeck: Das Trommlercorps erblickte in diesem Jahr das Licht der Welt - Käthi Feickes wies in ihrer Begrüßungsansprache zum Galakonzert des Vereins darauf hin.

Damit berichtete die Schirmherrin den ungezählten Musikliebhabern, die das Festzelt an der Grundschule erobert hatten, selbstverständlich nichts Neues.

Doch es galt nun mal der Grundsatz „Ehre, wem Ehre gebührt”. Den Trommlern auf der Bühne gab sie einen guten Ratschlag: „Macht weiter so!” Einen nigelnagelneuen Tambourstab überreichte sie Chorleiter Thorsten Heiß. Damit alle weiteren Auftritte wie bisher zu einem Erfolg würden, so Feickes.

Viel Zeit zum Feiern stand den Spielleuten wahrlich nicht zur Verfügung, denn neben ihren musikalischen Verpflichtungen fungierten sie auch als Ausrichter des 13. Stadtmusikfestes.

Unter Mitwirkung vieler Gruppen aus der Umgebung boten die 31 Musiker von Donnerstag bis Sonntag ein ausgefeiltes Programm, das keine Wünsche offen ließ.

Während die Band „take-off” den Besuchern zum Festauftakt am Donnerstag kräftig einheizte, präsentierte das Trommlercorps am Freitag im Wechsel mit dem Musikverein Rath-Anhoven fesche Marschmusik sowie geschmackvolle Arrangements unterschiedlichen Stils.

„Freuen Sie sich mit uns auf ein Wiedersehen und -hören”, lud Wilfried Linssen, der Vorsitzende des Corps, die Gästeschar ein. Auch Wegbergs Bürgermeisterin Hedwig Klein wohnte den Festlichkeiten bei.

Dann nahm der gesellige „Ohrenschmaus” seinen wohlklingenden Lauf: Direkt zu Beginn des Konzertes zeigten die Musikanten, wo es stimmungsmäßig lang gehen sollte und spielten die wohlbekannte „Ode an die Freude”. Zu ihrem Repertoire gehörte darüber hinaus eine ganze Reihe von kraftvollen Märschen wie etwa der Hoch- und Deutschmeistermarsch oder der amerikanische Beitrag „Blaze away”.

Für hoffnungslose Romantiker hatte der Musikverein Rath-Anhoven etwas Passendes im Gepäck: den zuckersüßen Schmachtsong „Only you”. Außerdem wussten die Tonkünstler unter der Leitung von Herbert Gehlen durch ein Udo-Jürgens-Medley positiv zu überraschen. Ein gemeinsamer Auftritt bildete den Höhepunkt und zugleich den Abschluss des unterhaltsamen Stelldicheins.

Beim großen Zapfenstreich erhielt das Trommlercorps tatkräftige Unterstützung der Arsbecker Feuerwehr und einer Kommandantur der Bruderschaft Elmpt.

Serenaden wurden dargebracht und zackige Kommandos ausgerufen.

Echte „Wiesn”-Atmosphäre konnten Besucher beim Oktoberfest am Samstag schnuppern. Die ganz Aktiven hatten sogar die Möglichkeit, ihre Kräfte im Baumstammsägen oder Bierkrugstemmen zu messen - das bayrische Original konnte gar nicht besser sein. Für die unverdorbene Abendunterhaltung sorgte das Rurtal-Trio.

Den „Tag der Musik” riefen die Organisatoren am Sonntag aus: Viele städtische Vereine kamen, um Hallo zu sagen. Bei Kaffee und Kuchen erlebte die Gästeschar einen Vortrag des Akkordeonorchesters Mönchengladbach.