Kreis Düren: Gute Gründe gegen das Rauchen: Wettbewerb in Schulen

Kreis Düren : Gute Gründe gegen das Rauchen: Wettbewerb in Schulen

Mit dem Rauchen sollte man erst gar nicht anfangen. „Ich bleibe Nichtraucher, weil ich Rauchen schrecklich finde”, sagt mit dem Brustton der Überzeugung Frederik Essing aus der Klasse 5 der Gemeinschaftshauptschule Nörvenich.

Frederik ist einer von mehr als 2900 Schülerinnen und Schülern im Kreis Düren, die in 85 Schulklassen an dem Präventionsprojekt „Be Smart - Don´t Start” der AOK-Regionaldirektion Düren-Jülich teilnehmen.

Dieses Programm, das AOK-Regionaldirektor Waldemar Radtke als Teil des Netzwerkes „Starke Kinder” sieht, wird seit dem Schuljahr 2002/2003 durchgeführt. Bisher haben 579 Klassen mit mehr als 15600 Schülerinnen und Schülern teilgenommen.

Das Präventionsprogramm verfolgt mehrere Ziele. Das Thema Nichtrauchen soll in die Schulen gebracht werden und nach Möglichkeit eine Verhinderung des Einstieges in das Rauchen bewirken und andererseits denen, die bereits mit Zigaretten experimentiert haben, Anreiz zum Verzicht auf die Glimmstengel geben.

Die Klassen entscheiden selbst über ihre Teilnahme. Die Schülerinnen und Schüler unterschreiben einen Vertrag, in dem sie sich verpflichten, bis zum 25. April 2008 nicht zu rauchen.

Diese Vereinbarung wird einmal wöchentlich überprüft. Haben mehr als zehn Prozent der Klassenmitglieder geraucht, ist die Klasse raus aus dem Wettbewerb. Für Projektarbeiten zum Thema sind drei Geldpreise von 500, 400 und 300 Euro au fder regionalen Ebene ausgesetzt. Durch Sponsorengelder können die Klassen zusätzliche Gewinne einfahren.

Seit Anfang an dabei ist die Gemeinschaftshauptschule Nörvenich. „Nur zwei der bisherigen Teilnehmer sind Raucher geworden”, berichtet Klassenlehrerin Yvonne Zimmermann. Im Anschluss an eine Anti-Drogen-Woche in der Schule stiegen die Klassen 5 und 7 in die AOK-Aktion ein.

„Wir haben uns stark gemacht für die 5”, berichtet Sarah Schulz von einem gesunden Frühstück und einem Bewegungsparcours für die Fünftklässler. Tatyana Muambay und ihre Mitschüler haben Silhouetten von Menschen gefertigt und darauf geschrieben, „warum wir nicht rauchen wollen”.

Die Ergebnisse der Projektarbeit stellten die Nörvenicher Hauptschüler jetzt in der AOK-Regionaldirektion vor. Frank Müller, Leiter Fachservice Gesundheitsförderung bei der AOK, ist stolz auf das Resultat: „Der Kreis belegt bei dem bundesweiten Wettbewerb schon seit Jahren immer den Spitzenplatz bei den Anmeldungen und Teilnehmern.”

Weitere Klassen, die teilnehmen wollen, können sich jederzeit bei der AOK-Regionaldirektion Düren-Jülich an Heinz-Peter Klein wenden.