Kreis Düren: „Grusel“-Clown schlägt 15-Jährigem ins Gesicht

Kreis Düren : „Grusel“-Clown schlägt 15-Jährigem ins Gesicht

Das in den vergangenen Tagen um sich greifende Treiben sogenannter „Grusel“-Clowns hat am Wochenende den Kreis Düren erreicht. Der Polizei wurden gleich mehrere maskierte Personen gemeldet, wobei Sprecherin Ingrid Königs überzeugt ist, dass die Dunkelziffer sicherlich noch höher sein dürfte.

Einer dieser „Spaßvögel“ ist sogar handgreiflich geworden. Als ein 15-Jähriger am Samstagabend in Hürtgenwald-Brandenberg eine Feier in einem Freizeitheim verließ, um sich im Freien zu erleichtern, soll ein maskierter Clown aus dem Gebüsch gesprungen sein, der dem 15-Jährigen ins Gesicht schlug und flüchtete. Die Polizei ermittelt.

Was die beiden jungen Männer vorhatten, die Streifenbeamte am Samstagabend am Ludwig-Erhard-Platz („ZOB“) in Düren kontrollierten, ist ungewiss. Auf jeden Fall fanden die Beamten in ihrem Auto Horrormasken. Sie erteilte den Insassen, einem 20-Jährigen aus Aldenhoven und einem 21-Jährigen aus Düren, einen Platzverweis.

Am frühen Sonntagmorgen wurde ein „Clown“ gegen 6.15 Uhr auf der Schoellerstraße in Düren gesichtet, ein weiterer gegen 8.30 Uhr nur wenige Hundert Meter entfernt „An der Tränke“ in Distelrath. Ob es sich um den gleiche Person handelt, ist unklar.

Und auch aus Aldenhoven wurde der Polizei ein Fall bekannt. Als ein 15-Jähriger am Sonntagabend im Römerpark eine Brücke passieren wollte, soll ein „Clown“ mit einer etwa ein Meter langen Holzlatte aufgetaucht sein. Der Junge rannte davon und verständigte die Polizei, deren Fahndung erfolglos blieb.

Nicht minder perfide ist ein Fall aus Stockheim. Dort verbreitete sich über den Nachrichten-Dienst „Whatsapp“ ein Kettenbrief, in dem eine Neunjährige aufgefordert wurde, nach 18 Uhr nicht das Haus zu verlassen. Auch in diesem Fall hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

Wer einen Grusel-Clown sieht, soll auf jeden Fall die Polizei informieren, betont Ingrid Königs. „Gehen Sie auf keinen Fall auf Konfrontationskurs“, rät die Polizeisprecherin. Äußerst kritisch sieht die Polizei den Aufruf in sozialen Netzwerken im Internet, sich für den Fall des Falles mit Pfefferspray zu bewaffnen. Der Einsatz von Pfefferspray könnte eine Anzeige wegen gefährlicher oder zumindest versuchter gefährlicher Körperverletzung nach sich ziehen.

Ingrid Königs betont, dass das bloße Erschrecken nicht strafbar sei, sollte sich der Erschrockene jedoch dabei verletzen, drohen dem Täter strafrechtliche Konsequenzen.

(ja)