Selfkant: Grundstück wird zum „Zankapfel”

Selfkant : Grundstück wird zum „Zankapfel”

Das Bürgerhaus in Schalbruch hat in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses die Ratsmitglieder beschäftigt.

Bei einer Bürgerversammlung hatte sich herausgestellt, dass über 90 Prozent der Schalbrucher einen Neubau wollten. Die Finanzierung stellten sie sich folgendermaßen vor: Rund 25.000 Euro aus der Infrastrukturabgabe aus dem Baugebiet Heidfeld, Gemeindezuschuss 40.000 Euro, Bankdarlehen 75.000 Euro, Einlagen aus Vereinskassenbeständen 34.500 Euro und die kostenlose Bereitstellung eines Grundstücks durch die Gemeinde. Letzteres wurde zum Zankapfel.

Willi Peters (SPD) begrüßte, dass eine Bürgerversammlung stattgefunden habe. Sie habe gezeigt, dass die Bürger etwas anderes wollten als die Ratsvertreter gedacht hätten - nämlich nicht den Ankauf der Gaststätte „Bürgerschänke”. Peters schlug vor, dass 40.000 Euro und das Grundstück bereitgestellt werden sollen.

Dr. Karl-Heinz Kambartel (Pro Selfkant) bezog sich hingegen auf einen Gesetzestext, der die Überlassung regele. Danach dürfte die Gemeinde das Grundstück nicht ohne Gegenwert hergeben. Er forderte, dass der Wert ermittelt werde und auf die 40.000 Euro Zuschuss angerechnet werde. Für die CDU schloss sich Heinz Stassen an. Da momentan noch keine konkreten Zahlen über den Wert auf dem Tisch lagen, wünschte er eine Vertagung. Heinz Fiegen (FDP) unterstützte dies.

Die Gegenrede der SPD erfolgte über Josef Werny, der von „Augenwischerei” redete. Die eine Hand gebe und die andere Hand nehme. Das Grundstück bleibe ja im Besitz der Gemeinde. Für die Verwaltung stellte Kämmerer Werner Jans klar, dass das von Dr. Kambartel zitierte Gesetz hier keine Anwendung finde. Schließlich einigte sich die Mehrheit der Ausschussmitglieder auf eine Vertagung bis zur nächsten Ratssitzung.