Kreis Heinsberg: Grundschüler beleuchten die Welt von morgen

Kreis Heinsberg : Grundschüler beleuchten die Welt von morgen

Im Rahmen einer „Zukunftswerkstatt” hat das Netzwerk „Begabung wagen” jetzt bei einer Ausstellung sein erstes Projekt vorgestellt. „Unsere Welt von morgen - Zukunftsutopien” lautete die Aufgabenstellung, mit der sich alle 13 im Netzwerk zusammengeschlossenen Grundschulen befasst hatten.

Noch bis zu den Sommerferien präsentieren sie ihre Arbeiten an eigenen Ständen in der Heinsberger Volksbank, während der Ferien dann in einer Auswahl im Foyer des Heinsberger Kreishauses.

Als Hausherr begrüßte Volksbank-Vorstand Dirk Cormann Schüler und Lehrer zur Eröffnung der Ausstellung, mit ihnen Kreisdirektor Peter Deckers als Schirmherrn sowie Schulamtsdirektor Peter Kaiser, Hedwig Michalski und Professor Karl-J. Kluge, die das Netzwerk betreuen.

„Ich bin überrascht, erstaunt und begeistert von dem, was ihr geleistet hat”, erklärte Cormann. Bis zur Realisation ihrer Arbeiten hätten die Schüler eine Klippe genommen. Ein weiterer Meilenstein sei jetzt die Präsentation.

Nachdem die Carl-Begas-Schule Schafhausen-Unterbruch mit ihrem „Chor der Zukunft” das Thema musikalisch interpretiert hatte, würdigte Kaiser die Leistungen der beteiligten Schüler. Die Exponate seien nur die Spitze von dem, was in Schulen geboten worden sei, erklärte er.

„Zwei Dinge sind wichtig”, sagte er den Kindern: „Die Zukunft ist noch ein unbeschriebenes Blatt, und sie wird von euch Kindern gestaltet werden, nicht mehr von uns.”

Die Ausstellung sei Zeugnis eines Lernprozesses, der sich in den beteiligten Schulen vollzogen habe. „Danke, dass Sie den Mut haben, Kinder zu begaben und auch loszulassen, sie zu begleiten, auf den Weg zu setzen und dann machen zu lassen”, sprach er den Lehrern Lob aus. Sein Dank ging aber auch an die Volksbank und an die Firmengruppe Frauenrath, die das Projekt zur Begabungsförderung finanziell unterstützen.

„Es war immer schon mein Traum, es im Leben so einfach wie möglich zu haben”, freute sich Deckers über den elektrisch gesteuerten, selbstdrehenden Essteller, den er in einem Projekt gesehen hatte. Breiten Raum nehme in der Ausstellung das Thema Energiegewinnung ein. Einige Kinder hätten sich mit Leben auf dem Mond beschäftigt, andere mit der Zukunft in ihrer direkten Umgebung.

Beeindruckt zeigte sich Deckers auch von der Vielfalt der medialen Umsetzung. Nicht nur in Bildern und Skulpturen, auch mit Gesang, Musical oder Hörspiel hatten sich Lehrer und Kinder der Thematik genähert.

„Vielleicht regt das Denken der Kinder, die diese Werke geschaffen haben, auch die Fantasie der Besucher der Ausstellung an, über die Welt der nächsten 40Jahre nachzudenken”, hatte Deckers schon in seinem Grußwort zum Katalog geschrieben, in dem jede Schule auf einer Seite ihre Arbeiten präsentiert.

Im Rahmen eines ersten offiziellen Rundgangs stellten dann Schüler der einzelnen Schulen ihre Projekte vor. Den Anfang machte dabei die Europa-Grundschule aus Geilenkirchen mit dem „Indeschen Ozean”.

Sie hatten sich vorgestellt, wie es sein wird, wenn ihre Kinder und Enkel in 40Jahren den rekultivierten Tagebau Inden als Naherholungsgebiet nutzen. Im See werde es dann einen Unterwasser-Spielplatz geben, den Zitteraale und Zitterrochen, aber auch Welse mit elektrischem Strom versorgen. (wo)

13 Schulen sind im „Netzwerk Begabungsförderung” vereint:

In der Stadt Erkelenz: Luise-Hensel-Schule Erkelenz als Gemeinschaftsgrundschule (GGS), GGS Gerderath und Katholische Grundschule (KGS) Houverath.

In der Gemeinde Gangelt: Schule der Begegnung Birgden als KGS.

In der Stadt Geilenkirchen: Europa-Grundschule Geilenkirchen als GGS.

In der Stadt Heinsberg: Sonnenscheinschule Heinsberg als GGS und Carl-Begas-Schule Schafhausen/Unterbruch als GGS.

In der Stadt Hückelhoven: Johann-Holzapfel-Schule Doveren als GGS und GGS Hilfarth.

In der Gemeinde Waldfeucht: KGS Haaren.

In der Stadt Wassenberg: GGS Wassenberg.

In der Stadt Wegberg: KGS Arsbeck und Kastanienschule Rath-Anhoven als GGS.