Wegberg: Grünkonzept soll City attraktiver machen

Wegberg : Grünkonzept soll City attraktiver machen

Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung wurde ein Grünkonzept für die Innenstadt vorgestellt. Das Konzept soll helfen, die Innenstadt attraktiver zu gestalten und somit die Chancen als Wohnstandort sowie das touristische Profil zu stärken.

Denn neben dem Stadtmarketing und dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept sind die Grünflächen ein weiterer Baustein zur Aufwertung des Stadtzentrums. Landschaftsplaner Andreas Hermanns hatte sich intensiv mit den Grünflächen der Innenstadt auseinandergesetzt und präsentierte die Ergebnisse in einer ersten Konzeption.

Den Beeckbach und die Schwalm, die im Stadtpark zusammen fließen bezeichnete Hermanns dabei als „prägendes Element” der Stadt Wegberg. Dem Stadtpark und dem Alten Friedhof bescheinigte Hermanns ein großes Potenzial zur Stärkung und Belebung der Innenstadt. Allerdings sei der Park geprägt vom Stil der 50er-Jahre und bedürfe einer intensiven Neugestaltung.

Der Friedhof sei zu wenig in das restliche Stadtgefüge eingebunden und lade nicht zum begehen ein. Darüber hinaus berge er so genannte „Angsträume”, die durch zu geringe Offenheit abschreckten. Die Schwalm komme durch einen „grabenartigen Verlauf” nicht zur Geltung und stelle auch eher eine Trennlinie zwischen Stadtpark und Innenstadt dar.

Durch eine Verlagerung des Radweges in Richtung Innenstadt könne die Schwalm wieder ins Blickfeld gerückt werden. Auch regte der Landschaftsgestalter die Schaffung eines Wasserspielplatzes an der Schwalm an. Der Mühlenweiher müsse grundlegend umgestaltet werden. Durch eine Verlegung der Zufahrt zum Burgparkplatz könne am Weiher ein Platz mit Sitzstufen geschaffen werden, der zum Verweilen einlädt und über eine neue Wegeachse vom Forum aus in Szene gesetzt werden könne.

Darüber hinaus solle eine direkte Wegeverbindung vom Forum zur Schwalm geschaffen werden. Die Hauptwege der Grünanlagen sollten mit zeitlosen Beleuchtungssystemen aufgewertet werden, wodurch auch mehr Sicherheit für die Besucher geschaffen würde.

Attraktiver gestaltet werden könne der Grünbereich auch durch einen innerstädtischen Kunst- und Naturrundweg. Das von Hermanns vorgestellte Maßnahmenpaket sieht insgesamt eine verstärkte Einbindung der Grünflächen in den Innenstadtbereich vor und sieht mehrere aufeinander folgende Bauphasen vor. In der ersten Bauphase sei eine Verlegung der Parkplatzzufahrt der Burgstraße sinnvoll, wodurch ein Platz am Weiher geschaffen werde, der die Aufenthaltsqualität dort erhöhe.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Reinhold Pillich zeigte sich beeindruckt von den Vorschlägen und stellte die Frage nach der Förderfähigkeit der Maßnahmen. Diese werde derzeit bereits in ersten Gesprächen ausgelotet, erklärte Bürgermeisterin Hedwig Klein. Denn ohne eine entsprechende Förderung kann das rund 1,5 Millionen Euro teure Umgestaltungskonzept in absehbarer Zeit nicht angegangen werde.