Wegberg/Erkelenz: Grünes Licht für den Supermarkt

Wegberg/Erkelenz : Grünes Licht für den Supermarkt

Die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Aachen hat den Antrag der Stadt Erkelenz auf einstweiligen Rechtsschutz gegen eine Baugenehmigung für Einzelhandelsgeschäfte in Rath-Anhoven abgelehnt.

Das Bauvorhaben in Rath-Anhoven, bestehend aus einem Lebensmitteldiscountmarkt, einem Blumenladen, einer Metzgerei, einer Bäckerei und einem Kiosk soll in etwa 2,5 Kilometer Entfernung von dem Einzelhandelsstandort Karolingerring in Erkelenz-Nord errichtet werden.

Die Stadt Erkelenz hatte gegen die Baugenehmigung eingewendet, dass es sich bei dem Bereich Karolingerring um einen zentralen Versorgungsbereich der Stadt handele, auf den das Vorhaben sich schädlich auswirken würde. Dies ist nach Auffassung der Kammer jedoch nicht der Fall.

So sei bereits zweifelhaft, ob es sich überhaupt um einen zentralen Versorgungsbereich handelt, da es an einem hierfür erforderlichen hinreichend breiten Spektrum an, wie es in der Urteilsbegründung heißt, „nahversorgungsrelevanten Waren und Dienstleistungen” fehle.

Letztlich könne diese Frage aber offen bleiben, da keine beachtlichen Beeinträchtigungen des Bereichs Karolingerring in Erkelenz-Nord zu erwarten sind.

Es sei zu berücksichtigen, dass der Ortsteil Rath-Anhoven und die im Umkreis liegenden kleineren Ortslagen bislang über keinen Lebensmittelanbieter verfügen.

Die Entfernung von 2,5 Kilometer zwischen dem Vorhaben und dem Einzelhandelsstandort in Erkelenz und die besondere städtebauliche Situation in der Umgebung des Bereichs Karolingerring lasse es nicht erwarten, dass der Bereich Karolingerring durch das Vorhaben in seiner Funktionsfähigkeit beeinträchtigt wird. Zudem handele es sich beim Standort Karolingerring „aufgrund der braunkohlertagebaubedingten Umsiedlungen um einen auch in Zukunft stabilen städtebaulichen Bereich.”