Selfkant-Tüddern: Grünes Licht für das „Dorfgemeinschaftshaus Süsterseel“

Selfkant-Tüddern : Grünes Licht für das „Dorfgemeinschaftshaus Süsterseel“

So schnell, wie die zahlreichen Besucher im Sitzungszimmer der Gemeinde Selfkant Platz genommen hatten, um die Ratssitzung zu verfolgen, so schnell konnten sie wieder aufstehen und den Raum verlassen. Die Anwesenden aus Süsterseel von der Interessengemeinschaft „Wir vuer Soestersiel“ konnten sich beim Tagesordnungspunkt „Dorfgemeinschaftshaus Süsterseel“ über ein Durchwinken in Sekundenschnelle freuen.

Nach einer regen Diskussionrunde im Ausschuss stellte Heinz Stassen, Fraktionschef der CDU, nun im Gemeinderat noch einmal klar, dass eine Auflösung des Süsterseeler Vereins nicht zur Debatte gestanden habe. Vielmehr sei eine Interessengemeinschaft (IG) gebildet worden, da ein Verein kein Projektträger sein könne. Die IG „Wir vuer Soestersiel“ nimmt nun also noch mehr Fahrt auf.

Wurde bei dem Punkt „Aufstellung Bebauungsplan integrativer Sportpark Höngen“ in der Ausschusssitzung ebenfalls noch heiß diskutiert, ging es im Rat nach der Vorstellung durch den Bürgermeister ebenfalls zügig: Die Politiker nickten die Vorlage ab.

Nur wenige Minuten dauerten diese beiden Tagesordnungspunkte, und als die dann abgehakt waren, gingen auch die wenigen Zuhörer, die sich im Sitzungszimmer eingefunden hatten.

Schloss man sich also bisher den Empfehlungen der einzelnen Ausschüsse an, so gab es beim Punkt „Änderung des Bebauungsplanes Selfkant 41a, ‚Vor dem Rohrweg‘“ ein anderes Ergebnis. Im Ausschuss Bau, Verkehr und Umwelt war der Punkt bei Stimmengleichheit 10/10 abgelehnt worden — vorangegangen war eine heftige Diskussion.

Es ging um das Anbringen einer Werbefläche an den ersten beiden Steinwänden (Gabionenzaun) auf dem Parkplatz in Blickrichtung Westzipfelhalle zum Gewerbegebiet. Hier hatte die SPD-Fraktion Bedenken und hielt Werbung auf Gemeindeeigentum für nicht angebracht. Mit 16 Ja-Stimmen sowie acht Enthaltungen und zwei Stimmen dagegen wurde die Sache schließlich durch den Rat als letzte entscheidende Instanz genehmigt.

Es folgten weitere Punkte, die sehr zügig positiv verabschiedet wurden: So nimmt das Dauerthema Radfahrweg (mit Brückenneubau) zwischen Süsterseel und Jabeek Gestalt an. Dank Fördermitteln geht es bald los; die Gefahren möglicher Stolperfallen beim Gehweg am Zugang zur Kirche Millen werden entschärft. Hier werden kleiner Pflastersteine am Gehweg verlegt und außerdem eine Querungshilfe im Straßenverlauf geschaffen.

Die Punkte Regenwasser-Behandlungsanlagen in Wehr/Süsterseel und Regenrückhaltebecken in Schalbruch wurden nach kurzer Vorstellung ebenfalls vom Rat abgesegnet.

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