Hückelhoven: Große Namen lassen Schwung vermissen

Hückelhoven : Große Namen lassen Schwung vermissen

Gegen Jahresende gibt es eine feste Größe im Terminkalender der Comedy-Fans: Da lädt das Rurtaltrio sich seine liebsten Gäste in die Aula ein und zelebriert das Comedyfestival.

Nun schon zum neunten Mal rief das Trio, das ja eigentlich ein Duo ist, seine treue Anhängerschaft in „eine der schönsten Aulas im Stadtgebiet Hückelhoven”.

Dabei sind die beiden Dorfgrößen ganz schön im Stress: Schließlich plant die Metropole Saeffelen eine „Polonäse-Prozession” unter dem Motto „Saeffelen- ein Wintertraumaland” um gegen den ungeliebten Konkurrenten Uetterath anzustinken.

Mit welch harten Bandagen es da zugeht, bewiesen Josef Jackels und Hastenraths Willi mit Ausschnitten aus dem Weihnachtsprogramm „Jingle Bells in Uetterath”.

Große Namen waren diesmal im Programm vertreten, doch Entertainer Kalle Pohl fehlte ebenso der rechte Schwung wie seiner Nachfolgerin Isabel Varell der wahre Witz.

„Frauentyp” Pohl hakte gleich zu Beginn mit einem „Schangsong” das Thema Körpergröße ab und behauptete frech: „Ich bin nicht klein, ich seh´ nur so aus!” Er hatte sein Lieblingsrequisit, das Bett, mitgebracht, und sinnierte über die große Rolle desselben in der Historie.

Polternder Prolet

Natürlich hatte der Fernsehstar auch seine alter egos, das säuselnde Zimperlieschen Tante Mimi und den zotigen, polternden Proleten Hein Spack im Gepäck und landete auch unter der Gürtellinie noch Lachtreffer.

Frisch aus dem Dschungelcamp importiert wollte Isabel Varel beweisen, dass sie mehr drauf hat als Kakerlaken anfassen und sich durch Schlamm wühlen.

Als hochsensible Diva, die gleich mit ihrer ganzen Hausapotheke anrückt, tauschte sie mit ihrem Pianisten Christian Heckelsmüller gemeinste Bosheiten hinter den Kulissen einer Talkshow aus. Sie bewies zwar, dass sie singen und in manchen Szenen auch komisch sein kann, aber für einen wirklich unterhaltsamen Auftritt reichte es noch lange nicht.

Wirklich herzhaft lachen konnte man dann endlich bei Publikumsliebling Bernd Stelter, der immer noch ehrlichen Spaß an seinem Metier vermitteln kann. Schlag auf Schlag kamen die Pointen, der Auftritt hatte Pep und machte Lust zum Mitsingen.

Natürlich kam „Berniebärchen” nicht ohne seine Hymne „Ich hab drei Haare auf der Brust” von der Bühne, und als einzigem Künstler des Abends wurde ihm eine Zugabe abverlangt.

Er holte sich seinen „großen Freund” Karl-Heinz (Pohl) auf die Bühne und drohte: „Noch ein Witz über meine Figur, und du bist noch ein Stück kleiner!”