Kreis Heinsberg: Griechischer Frauenverein feiert 20-jähriges Bestehen

Kreis Heinsberg : Griechischer Frauenverein feiert 20-jähriges Bestehen

„Klein und fein - das ist unser Erfolgsrezept”, verriet Athina Stavrianidou-Roubert, Vorsitzende des Griechischen Frauenvereins Kreis Heinsberg, beim Geburtstagsfest im evangelischen Gemeindehaus „Arche” in Heinsberg. Für sie gab es vom Vorstand Rosen als Dankeschön für die geleistete Arbeit.

„23 Frauen haben vor 20 Jahren den Verein gegründet”, blickte sie noch einmal zurück. Heute seien 29 Frauen im Verein, so ihre stolze Bilanz. Genauso viele Tauben waren auf einem großen Bild von Stavros Stavrianidis zu finden, das der in Oberbruch seit vielen Jahren beheimatete griechische Maler den Vereinsmitgliedern zum Geburtstag schenkte.

Das Hauptmotiv des Bildes, die berühmte Akropolis, war für die griechischen Frauen zudem ein Stück ihrer alten Heimat. Mit Efi Stavrianidou stand vor zehn Jahren seine Frau als Vorsitzende des Vereins vor den Gästen des Geburtstagsfestes, diesmal war es ihre Tochter, die Begrüßungsansprache hielt.

„Die Töchter kommen” so ihr Motto. Wenn diese nun in die Fußstapfen der ersten Generation treten, so sind die Bestrebungen und das Ziel des Vereins von der Gründung 1988 auch heute noch aktuell, zeigte Athina Stavrianidou-Roubert die Arbeitsschwerpunkte auf. Das monatliche Treffen als Kaffeerunde dient dem Austausch aktueller Themen, aber auch von Problemen. Der Verein ist mit dem Arbeitskreis der Migrantenvereine im Kreis Heinsberg vernetzt. In diesem Rahmen beteiligten sich die griechischen Frauen zum Beispiel auch am Internationalen Frauentag in Hückelhoven. Natürlich hat das alljährliche Neujahrsfest seinen festen Platz im Kalender der griechischen Frauen.

Stolz ist der Verein darauf, längst nicht nur griechische Frauen als Mitglieder zu haben. Viele deutsche Frauen gehören zum festen Stamm. Sie sind mit Griechen, aber auch mit Italienern oder Portugiesen verheiratet. Von der zweiten Generation der griechischen Frauen sind einige inzwischen mit deutschen Männern den Bund der Ehe eingegangen.

Trotz des Wandels ist der Verein auch stolz auf Beständigkeit. Dazu gehört, dass die Griechen ein sehr gastfreundliches und fröhliches Volk sind, wie auch dieser Abend zeigte. Der Wunsch der Vorsitzenden lautete, dass dies in den kommenden 20 Jahren so bleiben möge und dann die dritte Generation in der „Arche” steht und dann nicht nur eine Rede hält, sondern die Sitten und Bräuche sowie die griechische Sprache noch kennt.

Zu den Gästen gehörte der griechische Pfarrer Andreas Plotas, der ein Gebet und den Segen sprach, bevor die Frauen zu Tisch baten und das köstliche, selbst zubereitete Büffet mit vielen Spezialitäten der griechischen Regionen eröffneten. Präsentiert wurde aber auch eine Geburtstagstorte.