Kreis Heinsberg: Goldene Schlemmer-Ente: Ehrenpreis erhält wieder persönliche Note

Kreis Heinsberg : Goldene Schlemmer-Ente: Ehrenpreis erhält wieder persönliche Note

Wer an Alfons Schuhbeck denkt, dem kommen sofort Gewürze in den Sinn. Das dachte sich auch der Wegberger Goldschmied Roland Simons, als er die Goldene Schlemmer-Ente für den Münchener Sternekoch geschaffen hat und dabei den Ehrenpreis wieder mit einer ganz persönlichen Note für den Preisträger versehen wollte.

„Wie stellen wir Gewürze dar?“ Die Lösung fand Simons in Form von Mühlen. Nach dem Vorbild einer Produktserie, die von einer Firma in Zusammenarbeit mit Schuhbeck entwickelt worden ist, fertigte Simons zwei Mühlen — en miniature — aus Silber per Hand. Die Pfeffermühle wurde vergoldet, die Salzmühle rhodiniert, sprich mit silbrigem Farbton versehen. So dreht die Goldene Schlemmer-Ente quasi eine „Ehrenrunde“ über Gewürzmühlen; wobei Salz zugegebenermaßen kein Gewürz, sondern ein Mineral ist, aber bekanntlich in der Küche dem Essen Würze verleiht.

 Die Goldene Schlemmer-Ente fliegt über Gewürzmühlen. Der Ehrenpreis von Aktionsgemeinschaft Schlemmer-Markt Rhein-Maas und Zeitungsverlag Aachen wurde in der Wegberger Goldschmiede Simons geschaffen.
Die Goldene Schlemmer-Ente fliegt über Gewürzmühlen. Der Ehrenpreis von Aktionsgemeinschaft Schlemmer-Markt Rhein-Maas und Zeitungsverlag Aachen wurde in der Wegberger Goldschmiede Simons geschaffen. Foto: Koenigs

Der Ehrenpreis ist seit 2007 das Werk der Goldschmiedemeister und Schmuckgestalter Roland und Heike Simons. Basierend auf einem künstlerischen Entwurf von Christian Walter, wurde die Ente in bewährter Manier in ­einem Gussverfahren in 925er Sterling-Silber geschaffen, während die Wolken von Hand aus Silberblech ausgesägt und verfeilt wurden. Auch an der Ente wurde gefeilt, geschmirgelt und poliert.

Schließlich wurden Ente, Wolken und die Mini-Gewürzmühlen als Werttransport nach Hamburg geschickt.

In der Hansestadt nahm die Ente gleich zweimal ein galvanisches Bad. Zunächst, um eine „Haut“ aus 750er Gelbgold zu erhalten. Dann, größtenteils mit speziellem Lack abgedeckt — noch einmal, um Schnäbel und Augen, Flügelpartien und Entenfüße — wie die Wolken und die Mühlen — zu rhodinieren. So erscheinen sie für lange Zeit silbrig glänzend.

Bekannt ist die Goldschmiede Simons auch als Kettenmanufaktur. „Zarte Goldbänder in Handarbeit zu fließenden, schwungvollen und plastischen Ketten zu formen“, dies ist nach Angaben Roland Simons eine Spezialität seines Hauses. Vor allem über die Münchener Schmuckmesse hat die Goldschmiede aus der Stadt am Grenzlandring Geschäftsbeziehungen zu Galerien und Juwelieren in ganz Deutschland, aber auch in den Niederlanden, Belgien und der Schweiz, ja sogar in Amerika und Australien aufgebaut. Trotzdem bleibt sie der Heimat eng verbunden — nicht nur über besondere Werke wie die Wassenberger Goldene Schlemmer-Ente oder den Ehrenpreis der Stadt Wegberg. So hat sie beispielsweise in enger Zusammenarbeit mit der Lederfabrik Heinen eine Gürtellinie entwickelt. Aus edlen Materialien hergestellt, präsentiert sich jeder Gürtel als Unikat und vor allem als ein echtes Wegberger Produkt.

(disch)