Wettbewerb: Gesucht werden die neuen Energiesparmeister

Wettbewerb : Gesucht werden die neuen Energiesparmeister

Einen fett dotierten Preis oder einen monströsen Pokal — den gibt es bei der Energiesparmeisterschaft, zu der Verbraucherzentrale NRW und Städteregion zusammen mit dem Museum Zinkhütter Hof, dem Energeticon in Alsdorf und der Aachener Beratungsinitiative „Altbau plus“ im Schulterschluss mit den Energieversorgern der Region einladen, nicht zu gewinnen.

Aber kompetenten Rat und fachkundige Unterstützung beim Streben der Teilnehmer danach, hier und dort noch ein paar Kilowatt einzusparen. Deshalb werden die Profis der beteiligten Organisationen zu regelrechten Trainern für den sorgsamen Umgang mit Energie, die ihren Schützlingen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

„Gesucht werden“, so Mitorganisator Gerhard Weiß, Architekt und Mitarbeiter der Verbraucherzentrale, „Familien, Lebens-, Wohn- oder andere Gemeinschaften, die mindestens drei Menschen umfassen, seit mindestens drei Jahren zusammen wohnen und 2019 noch zusammen wohnen wollen“. Drei scheint auch sonst im Zusammenhang mit der Stromsparmeisterschaft eine bedeutsame Zahl zu sein: Die Teilnehmer sollten in der Lage sein, ihren Verbrauch an Strom und Wärme — für die Zeit von 2015 bis 2017 jährlich und für die Zukunft von Monat zu Monat.

Was die positiven Effekte von Messen, Aufzeichnen und Vergleichen betrifft, gibt es bei den Initiatoren keine Zweifel: „Die positiven Erfahrungen aus der Meisterschaft von 2016 zeigen, dass es möglich ist, auch mit kleinen Maßnahmen Energie im zweistelligen Prozentbereich einzusparen“, betont Weiß. Warum das so gut funktioniert hat, weiß er auch ganz genau: „Oft sind geringe Verhaltensänderungen und der bewusste Umgang mit Energien bereits ausreichend, um Verbrauchswerte spürbar zu senken und damit den Geldbeutel sowie die Umwelt zu schonen.“

Ab Januar 2019, dem offiziellen Beginn dieser etwas anderen Meisterschaft, kommt den Teilnehmern — maximal 30 sollen es werden — das geballte Angebot der Organisatoren zu Gute. Auf dem Programm stehen dann unter anderem Vorträge und Ausflüge zu Orten, die im Sinne des Wettbewerbs bedeutsam sind — Windkraftanlagen zum Beispiel. Alle energiebezogenen Beratungsangebote der Verbraucherzentrale sind, Einsatz der Wärmebildkamera inbegriffen kostenlos.

Der offizielle Startschuss fällt am 18. Januar (17 Uhr) im Zinkhütter Hof in Stolberg. Die Vorfreude aber ist schon jetzt groß — bei Gerhard Weiss, Michael Stephan und Amtsleiter Thomas Pilgrim von der Städteregion ebenso wenig wie bei Thomas König und Torsten Hardt vom Energeticon: „Bei der ersten Meisterschaft anno 2016 ergaben sich zahlreiche spannende Geschichten rund um die innerfamiliäre Motivation“, hat Initiatoren-Sprecher Weiss festgestellt. Und gleich eine ganz besondere Gruppe von Anregern ausgemacht: „Besonders die Kinder waren meist sehr motiviert.“ Mitnahme-Effekte dieser Art erhoffen sich die Macher natürlich auch für die neue Auflage des Wettbewerbs.

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