Niederzier: „Geschichten 2017“: Toni Schumacher einer der Gäste

Niederzier : „Geschichten 2017“: Toni Schumacher einer der Gäste

Irgendwann schaut Toni Schumacher von seinem Platz auf dem Podest kurz nach links unten. An einen Balken gelehnt steht da eine Digitaluhr, die Moderator Dietrich Meier zeigt, wie viele Minuten ihm noch für das Gespräch bleiben. Schumacher sieht, dass er eigentlich nicht mehr viel Zeit hat.

„Dann muss ich schneller sprechen“, sagt er, aber der Chefredakteur von Radio Rur bedeutet dem ehemaligen Weltklassetorwart, dass die Zeitvorgabe für ihn nicht gelte.

Das war eine gute Entscheidung, denn Schumacher, in Rölsdorf aufgewachsen, entpuppte sich als charmanter und unterhaltsamer Plauderer. Er ist bei Schwarz-Weiß Düren groß geworden und hat fast sein ganzes Leben beim 1. FC Köln zugebracht, heute ist er Vize-Präsident des abstiegsbedrohten Clubs.

Schumacher ist Gast bei der zweiten Auflage von „Geschichten 2017“, die der Kreis Dürener Lokalsender mit dem Magazin „Dürener“ veranstaltet. Der 63-Jährige erzählt Privates, Persönliches und natürlich jede Menge aus seinem Sportler-Leben. Die 130 Besucher hängen an seinen Lippen, später signiert Schumacher noch sein neues Buch „Einwurf“.

Der Europameister von 1980 war nicht die einzige „Geschichte 2017“. Etwas zu erzählen hatten im Niederzierer Andreashaus auch Ben Roth und Michelle Dreyer (Kreuzau), die für „Zahnärzte ohne Grenzen“ in der Mongolei tätig waren, Ingo Miletic, zwei Jahrzehnte Geschäftsführer des international tätigen Stahlbauers Queck aus Lendersdorf, Jenny Wuppermann (Jülich), die als Physiotherapeutin für das Team Dimension Data arbeitet und im Sommer mit der Tour de France in ihren Heimatort Jülich zurückkehrte.

Den Anfang der lockeren Gesprächsrunden machte Jaqueline Derichs aus Ederen, die bei der Europameisterschaft der Konditormeister in Lyon drei erste Plätze holte. Sie schuf im Lauf des Abends eine großes kulinarisches Schokoladenkunstwerk, das für 150 Euro für die Aktion „Lichtblicke“ versteigert wurde.

(inla)