Hückelhoven: Geschichte wirft brandaktuelle Fragen auf

Hückelhoven : Geschichte wirft brandaktuelle Fragen auf

Im Rahmen des Programmes „Theater-Starter” wird am Donnerstag, 20. Januar, das Kinder- und Jugendtheatherstück „Der Junge mit dem Huhn” in der Aula des Gymnasiums aufgeführt.

Das Theater „mini-art” zeigt eine turbulente Geschichte zum Thema Mobbing und Gewalt, in der zwei Erzähler zehn verschiedene Rollen spielen und die Grenze zwischen Realität und Phantasie immer mehr verwischt.

Die niederländische Autorin Imme Dros hat einen kleinen „Faust” für Kinder und Jugendliche ab neun Jahre geschrieben, der hochaktuelle Fragen in ein Märchen bettet: Was heißt es, Opfer zu sein? Was heißt es, Macht über andere zu haben? Wie entsteht Hass und was macht er mit einem? Ist Rache die Lösung? Ist der Teufel nur ein Schreckgespenst oder steckt er in jedem von uns?

Der Inhalt des Stückes in Kürze: Matt ist krank. Nicht echt krank, echt schulkrank. Er hat Angst vor dem Schulweg und vor Remco und seiner Bande, die ihm jeden Tag auflauert, um ihn zu verprügeln.

Rache an der Welt

Matt hasst Remco. Er hasst seine Eltern, weil sie ihm nicht glauben. Er hasst seine Lehrerin, weil sie keine Partei für die Schwächeren ergreift. Aber am meisten hasst er sich selbst. Vielleicht haben die anderen Recht und er ist selber Schuld?

In seiner Ohnmacht und Verzweiflung und in seinem Wunsch nach Rache gerät er in einen Strudel von Ereignissen, bei denen er dem Teufel begegnet, eine Weltreise macht und ein schneeweißes Huhn, das ihm beinahe jeden Wunsch erfüllt, sein Begleiter wird.

Jetzt zeigt er es allen. Er nimmt Rache an der ganzen Welt. Unbegrenzte Macht. Das fühlt sich großartig an. Wenn das Huhn nicht plötzlich diese schwarzen Federn hätte, die wie Feuer brennen....