Erkelenz: Gesangsverein: Klagelied wegen Nachwuchssorgen

Erkelenz : Gesangsverein: Klagelied wegen Nachwuchssorgen

Über Nachwuchssorgen kann der Städtische Gesangsverein Erkelenz ein Liedchen singen. Auch wenn er mit 38 aktiven Sängern derzeit gut dasteht, könnte dies in fünf Jahren schon ganz anders aussehen.

Diese Sorge hegen zumindest einige Mitglieder, die gegen Ende der Mitgliederversammlung in der Gaststätte Kirchhofer in Erkelenz zum wiederholten Male diese Debatte auf den Tisch brachten. „Ich empfinde Enttäuschung darüber, dass alljährlich eine Debatte über dieses Thema hereinbricht, aber nichts passiert”, meinte einer der Sänger.

Es müsse dringend etwas für Nachwuchs getan werden, darüber waren sich alle einig. Doch wie, das war die große Frage des Abends. Mehr Pressearbeit durch den Verein sei sicherlich hilfreich, um mehr auf den Städtischen Gesangsverein aufmerksam zu machen, schlug Mitglied Wolfgang Lampka vor.

Ein Vorschlag, den der Vorstand mit Ulrich Wacker an seiner Spitze dankend entgegen nahm. Sponsoren zu suchen und sich andere Möglichkeiten für Auftritte als die „überteuerte Stadthalle” zu suchen, sei eine andere Möglichkeit, um Geld zu sparen, hieß es weiter.

Denn sparen sei in der heutigen Zeit auch beim Gesangsverein angesagt. In dieses Konzept passte sehr gut, dass der Vorstand bereits darüber nachgedachte hatte, für das Jahreskonzert im November als Veranstaltungsort nicht wieder die Stadthalle, sondern die Katholische Kirche zu wählen.

Sich jetzt schon um Nachwuchs Gedanken zu machen, sei nicht verkehrt, meinte auch Chorleiter Wolfgang Beule in seinem Jahresbericht.

Doch aktuell bräuchte sich der Verein noch keine Gedanken zu machen: „Wir sind derzeit sehr gut besetzt und haben einen runden Chorklang”.

Für die Nachwuchswerbung setzt Wolfgang Beule neben den für den Gesangsverein typischen geistlichen und weltlichen Stücken darauf, dass insbesondere Musicals, Spirituals und Gospels jüngere Leute ansprechen.