Heinsberg: Gericht verfügt Baustopp an der KSK-Filiale

Heinsberg : Gericht verfügt Baustopp an der KSK-Filiale

Nicht nur wetterbedingt ziehen sich über dem Neubau der Filialdirektion der Kreissparkasse in Heinsberg derzeit offenbar düstere Wolken zusammen. Wie Vorstandsvorsitzender Lothar Salentin am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung bestätigte, sind die Bauarbeiten im Bereich Hochstraße und Klostergasse ab sofort auf Eis gelegt.

Der zweite Baukörper an der Apfelstraße bleibt hiervon jedoch unberührt. Ursache für den faktischen Baustopp sind zwei Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Aachen gegen die Teilbaugenehmigungen 8 und 9. Die Eigentümer des Eckhauses Hochstraße / Klostergasse haben die durch die Stadt Heinsberg erteilten Baugenehmigungen per Eilantrag angefochten, und das Gericht hat die „aufschiebende Wirkung” des Widerspruchs angeordnet.

Ein Kernpunkt des Widerspruchs stellt sich in der richterlichen Begründung wie folgt dar:

„Die Außenwände des Vorhabens übersteigen das Walmdach des Wohn- und Geschäftshauses der Antragsteller (Firsthöhe: 11,45 Meter) und sind Bestandteil eines massiven Baukörpers mit Flachdachkonstruktion, der eine Höhe von ca. 18 Metern erreicht. Vor diesem Hintergrund streiten die Beteiligten im vorliegenden Verfahren, wie schon in zahlreichen vorausgegangenen Eilverfahren unter anderem darüber, ob, was in der Tat zweifelhaft erscheint, die vom Antragsgegner für die Bebauung an der Grenze erteilten Baugenehmigungen noch dem Gebot der Rücksichtnahme entsprechen oder aber eine Bebauung mit ,erdrückender Wirkung zulassen, die mit den Nachbarrechten der Antragsteller nicht mehr vereinbar ist.”