Inden: Gemeinde Inden: Eine positive Entwicklung wird zu einem Problem

Inden : Gemeinde Inden: Eine positive Entwicklung wird zu einem Problem

Ein positiver Trend in der Gemeinde Inden wird zu einem Problem. Deswegen moderierte Karin Krings, die Vorsitzende des Schulausschusses, einen Tagesordnungspunkt auf der jüngsten Sitzung folgendermaßen an: „Unsere Grundschule wird zu klein, weil wir erfreulicherweise viele Kinder zu beschulen haben.“ Zum neuen Schuljahr müssten erstmals sechs Eingangsklassen eingerichtet werden, bisher waren es fünf.

Nach einer langen, konstruktiven Diskussion hat der Schulausschuss empfohlen, mehr Platz zu schaffen, indem das Schulgebäude am Hauptstandort in Inden/Altdorf erweitert wird. Dafür sprach sich unter anderem Schulleiter Jens Neumann aus. Für diese Variante spreche aus seiner Sicht die Zeitschiene. Ein Anbau in Inden/Altdorf sei schneller realisierbar als das Erweitern des Nebenstandortes in Lucherberg. Dort müsste zuerst die Kirche abgerissen werden, bevor mit dem Bau begonnen werden kann. „Wir reden dann von einer Zeitschiene von drei Jahren.

Bei uns wird das Platzproblem aber spätestens zum Schuljahr 2019/20 akut“, schilderte Neumann. Bürgermeister Jörn Langefeld gab zu bedenken, dass es trotzdem Punkte gebe, die für den Lucherberger Standort sprechen. Zum einen spreche die Entwicklung der Baugebiete dafür, dass die Zahl der Kinder zunimmt, für die Lucherberg näher liegt. „Und wenn wir uns dieses Grundstück jetzt nicht sichern, dann ist es in Zukunft nicht mehr verfügbar“, sagte Lange­feld, der dazu riet, wenigstens das Grundstück der Kirche zu kaufen. Dem stimmte Regina Dechering vom Bauamt zu, die dazu riet, frühzeitig an soziale Infrastrukturmaßnahmen zu denken.

Elmar Gasper (CDU) erklärte, dass die Meinung der Schulleitung maßgeblich sei bei der Suche nach mehr Platz für die Grundschule. „Das bedeutet nicht, dass wir uns keine Gedanken über das Kirchengrundstück machen sollten.“ Dem stimmten der SPD-Fraktionsvorsitzende Rudi Görke und dessen Genosse Josef-Johann Schmitz zu. Jörg Lakeberg (SPD) gab zu bedenken, dass das Kirchengrundstück einen begrünten Friedhof mit sich bringe. „Wenn wir das Grundstück auf das Bodenniveau absenken, dann bekommen wir es dabei mit Gräbern zu tun.“

Heinz Bellen sprach sich für die UDB-Fraktion für den Standort Lucherberg aus, da er aufgrund der Größe von 1800 Quadratmetern genügend Platz für Erweiterungen biete.

Kämmerer Michael Linzenich erklärte, dass die Finanzierung des Erweiterungsbaus in Inden/Altdorf aus Sicht der Gemeinde gesichert sei. CDU, SPD und Grüne stimmten für Inden/Altdorf, die UDB enthielt sich.

(jan)