Geilenkirchen: Geilenkirchener CDU fordert den Bau der K5n

Geilenkirchen : Geilenkirchener CDU fordert den Bau der K5n

„Die Stadt Geilenkirchen fordert den Kreis Heinsberg auf, kurzfristig die Planungen zum Bau der K5n weiterzuführen und die Straße unverzüglich zu realisieren.”

Über diese von der CDU verfassten Resolution zur Realisierung der K5n, mit der das Industriegebiet Lindern angeschlossen werden soll, wird sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung am Donnerstag, 8. Mai, 18 Uhr, beschäftigen.

Mit der Resolution erinnern die Geilenkirchener Christdemokraten an den Landesentwicklungsplan aus dem Jahr 1995, in dem nördlich von Lindern ein Bereich für flächenintensive Großvorhaben vorgesehen ist. Dieser Standort sei sowohl im Gebietsentwicklungsplan wie auch im Flächennutzungsplan der Stadt Geilenkirchen als Industriegebiet dargestellt. Das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes sei 1992 eingeleitet worden und könne bei Bedarf kurzfristig weitergeführt werden.

Die CDU weist darauf hin, dass derzeit die Überarbeitung des Landesentwicklungsplanes durch das Land NRW in Angriff genommen werde. Im anstehenden Verfahren zur Aufstellung des neuen Landesentwicklungsplanes 2025 würden die heute noch landesplanerisch gesicherten zehn Standorte für Großvorhaben überprüft. Der Standort Lindern werde dabei von der Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW, Christa Thoben, unterstützt.

Sie spreche sich sogar dafür aus, das Industriegebiet Lindern, neben zwei weiteren, marktreif zu machen. „Bisher sind Versuche, einen Industriebetrieb im Industriegebiet Lindern anzusiedeln, überwiegend deswegen gescheitert, weil den potenziellen Investoren eine relativ kurze und ortsdurchfahrtsfreie Autobahnanbindung nicht geboten werden konnte. Diese sollte durch den Neubau einer Kreisstraße als K5n geschaffen werden”, heißt es in der Resolution weiter.

2001 und 2002 sei die Ausführungsplanung für eine Trasse über Porselen und Himmerich entstanden. 2003 sei ein Vertrag zwischen dem Kreis Heinsberg und dem Land NRW abgeschlossen worden, wonach die L364 n über die Ortsumgehung Hückelhoven und Hilfarth und der Neubau einer Ortsumgehung Brachelen als K 14 für eine Anbindung des Industriegebietes an das Autobahnnetz sorgen sollten.

Gleichzeitig sei der Kreistagsbeschluss zur Realisierung der K 5 bis auf weiteres ausgesetzt und beschlossen worden, die Gesamtsituation nach Ablauf von zwei Jahren zu überprüfen.

„Zwischenzeitlich ist klar geworden, dass auch eine Anbindung des Industriegebietes Lindern über eine L364 n - Ortsumgehung Hilfarth - und über eine K14 n - Ortsumgehung Brachelen - nicht verwirklicht wird.” Und weiter wird argumentiert: „Die K5n böte die kürzeste und wirtschaftlichste Anbindung des geplanten Industriegebietes Lindern an die A 46 und wurde prinzipiell mehr oder weniger schon zu Ende geplant.”

Wilhelm-Josef Wolff, CDU-Fraktionschef: „Unter diesen Umständen ist es nicht vertretbar, die Verwirklichung der K5n weiterhin zu vernachlässigen.” Denn: „Von einer Realisierung des Industriegebietes Lindern erwarten wir uns deutliche positive wirtschaftliche Impulse für die gesamte Region und damit auch für die Stadt Geilenkirchen. Insbesondere besteht die Chance, im Industriegebiet Lindern eine beträchtliche Anzahl von Arbeitsplätzen zu schaffen.” Die Vergangenheit - so der CDU-Fraktionschef weiter - habe gezeigt, „dass wir mit dem Industriegebiet Lindern nur dann eine reelle Marktchance haben, wenn die Anbindung an das überörtliche Straßenverkehrsnetz optimiert wird”.

Da die Stadt Geilenkirchen nicht die Möglichkeit habe, einen Autobahnanschluss auf ihrem Stadtgebiet herzustellen, sei sie auf die Hilfe anderer angewiesen. „Wir halten es für dringend geboten, dass der Kreis Heinsberg seine Aktivitäten wieder aufnimmt, die K5n zu realisieren”, so Wolff. Auf die Qualität des Industriegebietes Lindern wird auch in der Resolution hingewiesen: „Es gibt eine über 100 Hektar große zusammenhängende Fläche, die im Eigentum der öffentlichen Hand steht - Land NRW und Stadt Geilenkirchen - und somit in kürzester Zeit verfügbar gemacht werden könnte. ”