Geflügelpest: Freiheit für Hühner und Tauben

Geflügelpest: Freiheit für Hühner und Tauben

Kreis Heinsberg. Wegen der Hitze der letzten Tage hat sich das Umweltministerium NRW entschlossen, die Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest vom 9. April vorzeitig aufzuheben.

Mit sofortiger Wirkung entfällt die Pflicht, Geflügel im Stall zu halten. Laut Dr. Franz-Josef Franken, Amtstierarzt des Kreises Heinsberg, darf auch im Kreis Heinsberg Geflügel ab sofort wieder im Freien gehalten werden. Dr. Franken begrüßt diese Entscheidung, da sich bereits Tierschutzprobleme abzeichneten.

Aufgrund einer Entscheidung der EU bestehen aber immer noch Restriktionsmaßnahmen für das linksrheinische NRW-Gebiet. So dürfen Schlachtgeflügel, Eintagsküken, legereife Junghennen und Aufzuchtgeflügel nur mit behördlicher Genehmigung in andere Teile Deutschlands verbracht werden.

Weiter weist Dr. Franken darauf hin, dass gemäß Erlass des Umweltministeriums vom 3. Juni Distanzflüge für Brieftauben auch am linken Niederrhein wieder erlaubt sind. Ausgenommen ist das noch bestehende Beobachtungsgebiet (10 km-Bezirk um den Ausbruchsbetrieb in Schwalmtal).

Auflassort, Flugroute und Zielort von Distanzflügen müssen außerhalb dieses Gebietes liegen. Ein tägliches Auflassen der Brieftauben ist mit dem Wegfall des Aufstallungsgebotes dagegen auch im angeführten Restriktionsgebiet wieder erlaubt.

Die Aufhebung des Beobachtungsgebietes im Kreis Heinsberg wird sich wegen des Einsatzes von Sentinel-Hühnern zum Aufspüren latenter Infektionen im Kreis Viersen voraussichtlich bis Ende Juni hinauszögern.