Geflügelpest: Federvieh muss weiter im Stall bleiben

Geflügelpest: Federvieh muss weiter im Stall bleiben

Kreis Heinsberg/Kreis Viersen. Mit ihrer Bekanntmachung trat am Wochenende eine geänderte Tierseuchen-Verordnung zum Schutz gegen die Verbreitung der Geflügelpest für die Stadt Wegberg in Kraft.

Kernpunkt der Änderung ist die Umwandlung des 10-Kilometer-Sperrbezirks in eine 10-Kilometer- Beobachtungszone um den im Mai von der Geflügelpest betroffenen Hof in Schwalmtal-Amern, Kreis Viersen.

Im Beobachtungsgebiet gilt unter anderem, dass Geflügel und Bruteier nicht aus den Beständen verbracht werden dürfen. Ausnahmen können aber vom Veterinäramt genehmigt werden.

Des Weiteren gilt: Geflügel darf nur mit Genehmigung des Veterinäramtes in die Betriebe eingestellt werden. Geflügelausstellungen, Geflügelmärkte und Veranstaltungen ähnlicher Art sind weiterhin verboten. Nach wie vor darf auch kein Geflügel auf öffentlichen Verkehrswegen transportiert werden. Dung, flüssige Stallabgänge, Futtermittel und Einstreu dürfen nicht aus dem Beobachtungsgebiet verbracht werden.

Stichproben-Untersuchungen in Geflügelbeständen

Besitzer eines Geflügelbestandes haben an den Ein- und Ausgängen der Geflügelställe bzw. der Gehöfte Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen anzubringen, die mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt sind. Alle Personen müssen vor jedem Verlassen des Betriebes ihr Schuhwerk reinigen und desinfizieren.

Im neuen Beobachtungsgebiet und der ehemaligen Schutzzone werden nach den Vorgaben der EU in den nächsten Tagen auf der Basis einer Stichprobenauswahl Blutprobenuntersuchungen von Geflügelbeständen durchgeführt, um möglichst bald die verbliebenen Restriktionsmaßnahmen aufheben zu können. Nach wie vor gilt aufgrund der Schutzverordnung des Landes NRW, dass voraussichtlich bis zum 9. Juni das Geflügel im Kreis Heinsberg im Stall gehalten werden muss.

Den genauen Wortlaut der Verordnung finden Interessenten auch im Internet unter http://www.kreis-heinsberg.de.

Bei weitergehenden Fragen können sich Geflügelhalter auch direkt an das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises unter 0 24 52/13 39 09 oder 13 39 15 wenden.