Kreis Heinsberg: Gefälschte Medikamente, echte Nebenwirkungen

Kreis Heinsberg : Gefälschte Medikamente, echte Nebenwirkungen

„Gefälschte Medikamente - echte Nebenwirkungen” lautet der Titel eines Info-Flyers, mit dem die Apotheker im Kreis Heinsberg ab sofort auf die zunehmende Gefahr von Arzneimittelfälschungen aufmerksam machen.

Bereits im Jahr 2006 beschlagnahmte allein der deutsche Zoll gefälschte Medikamente im Wert von 2,5 Millionen Euro. Ein Jahr später waren es schon 8,3 Millionen Euro. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr an den EU-Grenzen 4,1 Millionen gefälschte Arzneimittel-Packungen entdeckt - doppelt so viele wie im Jahr davor.

„Aufgrund dieser aus Verbrauchersicht äußerst bedenklichen Entwicklung haben wir uns zu der Informationskampagne entschlossen”, erklärte Hans Kühle, der Pressesprecher der Apotheker im Kreis Heinsberg.

Der Flyer informiert die Verbraucher darüber, was an einem Medikament gefälscht sein kann, woran man Fälschungen erkennt und wie man sich am besten davor schützt. „Natürlich beantworten die Apotheker auch gerne persönlich alle Fragen rund um dieses sensible Thema”, betonte Hans Kühle.

Hauptvertriebsweg für gefälschte Arzneimittel ist nach Kühles Angaben das Internet. Daher empfehlen die Apotheker im Kreis Heinsberg, Medikamente nur über die Apotheke des Vertrauens zu beziehen. Da würden Arzneimittel geprüft. Und die Kunden würden durch pharmazeutisches Fachpersonal beraten. Patienten, die den Verdacht hätten, ein gefälschtes Medikament gekauft zu haben, sollten sich an ihre Apotheke wenden, so der Rat des Pressesprechers. „Hier wird ihnen auf jeden Fall weitergeholfen.”