Selfkant: Ganz nah dran an den Ehrenamtlern in der GdG Selfkant

Selfkant : Ganz nah dran an den Ehrenamtlern in der GdG Selfkant

In der GdG Selfkant gibt es viele ehrenamtlich caritativ tätige Gruppen. Sie alle zusammenzubringen, war das Ziel eines Treffens im Pfarrheim Tüddern, zu dem Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, und Gabriele Thönnessen, Gemeindereferentin der GdG St. Servatius Selfkant, unter dem Motto „Wir sind engagiert“ eingeladen hatten.

Ihnen ging es aber nicht nur darum, das ehrenamtliche Tun bekannter zu machen, sondern auch zu erfahren, welche Unterstützung die Ehrenamtler brauchen und wie ihr Ehrenamt künftig gesichert werden kann. „Wir wollen wissen welche Bedingungen und Unterstützung Sie brauchen, damit Sie sich in Ihrem Ehrenamt wohl fühlen“, betonte Bärbel Windelen.

Das Spektrum der Teilnehmer reichte vom Engagement in der Flüchtlingshilfe und Missionsgruppe sowie im Pfarreirat über Ferienspiele und in Schützen-, Sport- und Karnevalsvereinen bis hin zur Frauengemeinschaft und dem Engagement für Behinderte.

„In einer kleinen Runde wie hier kommt bereits viel Ehrenamt zusammen“, stellte Bärbel Windelen fest. Nun stelle sich die Frage, was Ehrenamtler brauchen würden, damit sie ihr Amt gut ausüben können.

Die Antworten ergaben eine ganze Liste an Wünschen: Neben Geld, Sponsoren, Nachwuchs und mehr Menschen, die die Aufgaben schultern, wurden als weitere Begriffe „Räume“, „Selbstbestimmung“, „offene Information“, „Transparenz“, „Vernetzung“, „gute Organisation und ein gutes Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen“, „neue Medien“, „regelmäßige Treffen“, „Verbindlichkeit“, „Wertschätzung“, „Abwechslung“, „Teamarbeit“ sowie „Einführung, Fortbildung und Ausbildung“ genannt.

Ideen eingebracht

Auch stand die Frage im Raum, wie das Ehrenamt in Zukunft aussehen könnte und wie man Menschen — auch die, die der Kirche nicht so nah stehen — motivieren kann, sich ehrenamtlich zu engagieren. „Wir bewegen uns immer in den Kreisen, mit denen wir eh schon Kontakt haben“, stellte Bärbel Windelen fest.

Die Teilnehmer erstellten eine ganze Liste — angefangen von gezielter Öffentlichkeitsarbeit etwa mit Aufrufen und der Auflage einer Ehrenamtszeitung über Jugendarbeit bis hin zur Nutzung digitaler Medien. Es werde heute immer schwieriger, Bürger langfristig an ein Ehrenamt zu binden. Wenn es sich jedoch um ein befristetes Projekt handele, würden sich viele Menschen einbringen, hieß es. Gefordert wurde deshalb eine zeitliche Begrenzung des Ehrenamts, bei dem jeder sich wieder neu entscheiden könne, weiter mitzumachen.

„Es war ein sehr lebendiges Gespräch“, resümiert Gabriele Thönnessen. Es habe gezeigt, dass es ganz wichtig sei, sich auszutauschen, Grenzen im ehrenamtlichen Engagement zu akzeptieren sowie mit Charisma und Begeisterung andere vom Ehrenamt anzustecken. Deshalb soll der Austausch auch fortgesetzt werden.