Gangelt: Gangelter Wildpark: Möhren und Äpfel für Braunbär Bruno

Gangelt : Gangelter Wildpark: Möhren und Äpfel für Braunbär Bruno

Florian Wilde nimmt einen Apfel aus seiner großen, braunen Ledertasche und wirbelt ihn in der Luft herum. Braunbär Bruno beobachtet das Szenario ganz aufmerksam. Er setzt sich hin, reißt sein großes Maul mit seinen spitzen Zähnen weit auf und knurrt. Dann klatscht er in beide Tatzen.

Als Wilde den Apfel endlich in das Gehege wirft und Bruno ihn fängt, freuen sich die Gewinner unserer Lesertour, die dieses Mal in den Wildpark nach Gangelt ging. Die Leser danken Wilde für diese kleine Vorführung und werfen selbst Möhren und Äpfel in das Gehege. „Es ist wirklich toll, was die Bären alles können. Sie wirken sehr zufrieden“, sagt eine Leserin begeistert.

Leser unserer Zeitung wurden jetzt durch den Gangelter Wildpark geführt und erlebten einen interessanten Nachmittag mit Florian Wilde (rechts). Foto: Katrin Fuhrmann

Wilde, der die Gewinner unserer Lesertour durch den Wildpark führt, erklärt, dass die Bären „Allesfresser“ sind und sie sich im Moment eine dicke Fettschicht für den Winter zulegen. Damit aber nicht genug. Bei der zweistündigen Führung durch den Park bleibt Wilde mit der gut gelaunten Truppe immer wieder an den verschiedenen Gehegen stehen und erzählt viel Wissenswertes über die Tiere und deren Lebensweise.

Dabei wird dem einen oder anderen Besucher natürlich auch bewusst, dass die Tiere im Wildpark, genauso wie in der Natur, bei Konkurrenzkämpfen um das Weibchen auch schon mal ihr Leben lassen. So mancher Gewinner wundert sich auch über die „komischen“ Geräusche, die aus dem Damwildgehege zu hören sind. „Das hört sich an, als würden die Tiere rülpsen“, sagt eine Leserin und schaut Wilde fragend an. Der weiß natürlich, dass die Tiere nicht rülpsen, sondern gerade wieder einmal um ein Weibchen buhlen.

Luchs großgezogen

Fragen haben die Besucher zur Genüge, und Wilde weiß auch auf fast alle eine Antwort. Bei der Frage, wie alt eigentlich so ein Wildschwein wird, muss er allerdings passen. Die Leser nehmen es ihm aber nicht weiter übel. Schließlich könne man auch nicht alles wissen. An dem ein oder anderen Gehege kommt Wilde dafür richtig ins Schwärmen.

„Wir haben vergangenes Jahr ein Luchsjunges großgezogen, das hier im Park geboren wurde. Darauf sind wir sehr stolz“, sagt er. Es sei immer wieder eine tolle Erfahrung, denn es sei ein Zeichen dafür, dass sich die Tiere im Wildpark wohlfühlen.

Die Führung vorbei an Fischottern, Wölfen, Wildkatzen und Elchen endet mit einer Flugschau in der Falknerei — eigens für die Gewinner organisiert. Falkner Erwin Janssen und Falknerin Jacqueline Baltes lassen die Falken und den Uhu fliegen und sorgen damit für Begeisterung bei den Lesern.

Dabei ist es vor allem Janssens humorvolle Art, die die Menschen zum Lachen bringt. Er hat auf jede Frage eine Antwort und punktet bei den Lesern mächtig mit Fachwissen. Auf die Frage, wie gut ein Uhu eigentlich gucken kann, antwortet Janssen: „Wenn Uhus die Fähigkeit besäßen zu lesen, dann könnten sie aus einem Kilometer Entfernung sogar die Tageszeitung lesen.“

Nicht der letzte Besuch

Begleitet werden Janssen und Baltes von dem pfiffigen Geier Zorro, der ihnen auf Schritt und Tritt folgt. Mit viel Applaus und lobenden Worten bedanken sich die Leser für einen interessanten und lustigen Nachmittag. „Das war sicher nicht mein letzter Besuch im Wildpark. Mir hat es sehr gut gefallen“, sagt Gaby Hester.