Inden: Fußballkreis Düren ehrt zwei Veteranen der Sportberichterstattung

Inden : Fußballkreis Düren ehrt zwei Veteranen der Sportberichterstattung

Nicht nur elf Meistermannschaften ehrte der Fußballkreis Düren auf der diesjährigen Vereinsversammlung. Mit Helmut Schiffer und Günter Kròl wurden zwei langjährige Mitarbeiter unserer Zeitung ausgezeichnet. „Über Jahrzehnte hinweg haben beide die Berichterstattung bereichert“, lobte Fußballkreisvorsitzender Manfred Schultze.

Er betonte: „Zuweilen fiel die Berichterstattung kritisch, aber immer objektiv aus. Das haben wir Fußballer immer sehr geschätzt.“ So verpasste Helmut Schiffer in 50 Jahren etwa keinen einzigen Sonntagsdienst, wenn die Amateure gegen den Ball traten. Günter Kròl war mit der Kamera im Anschlag auf den Aschen- und Rasenplätzen der Region anzutreffen. „Dabei hat er die Gastspiele der großen Profi-Klubs in unserem Kreis fotografiert, mir aber versichert, dass die Begegnungen der vermeintlich kleinen Klubs ihren ganz besonderen Reiz hätten“, sagte Schultze. Beide hätten nicht nur für unsere Zeitung, sondern irgendwie auch „für uns, für den Lokalsport gearbeitet“, so Schultze.

Die elf Meistermannschaften heißen: FC Constantia Gereonsweiler (Kreisliga C1), JSV Frenz (C2), Viktoria Arnoldsweiler II (C3), VfVuJ Winden II (C4), SG GFC Düren 99 III (C5), Rhenania Lohn (B1), BC Oberzier (B2), SV Kurdistan Düren (B3), SG Voreifel (A), SG GFC Düren 99 (Landesliga) und SoccerLife Düren (Frauen-Kreisliga A).

Rekordverdächtig

Spielausschussvorsitzender Horst Bruns freute sich über 52 Meldungen für den Dürener Kreispokal. „An so viele Meldungen kann ich mich nicht erinnern“, mutmaßte Bruns, dass es sogar ein neuer Rekord sein könnte. Er wies in diesem Kontext darauf hin, dass — wie auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 — ein vierter Spielerwechsel in der Verlängerung erlaubt ist.

Mit Bedauern stellte Bruns fest, dass sich die Zahl der Mannschaftsrückzüge und Spielverzichte dramatisch erhöht habe. „Unser Vorschlag ist, dass sich eine Kommission gründet, um eine neue Kreisligenstruktur zu erarbeiten“, meinte Bruns und dachte laut über eine Kreisliga D oder eine andere Staffelstärke nach. Wer sich zeitlich nicht in der Kommission einbringen kann, ist dennoch eingeladen, per E-Mail Überlegungen mit einzubringen.

Schiedsrichterobmann Bernd Jungherz verkündete im Anschluss, dass Unparteiische nicht mehr im Gespann in der Kreisliga A angesetzt werden können. Der Grund liege auf der Hand: „Schiedsrichtermangel.“ Lediglich in seltenen Fällen, wenn es in entscheidenden Spielen um Auf- oder Abstieg ginge, werde die Ansetzung eines Gespanns noch möglich gemacht. In der Vergangenheit fanden bereits komplette Spieltage der Kreisliga C ohne Referees statt. Nun ist die nächste Stufe dieser prekären Entwicklung erreicht. Von Seiten des Kreisschiedsrichterausschusses werde sogar ein reiner Online-Lehrgang angeboten, damit Interessenten schnellstmöglich ins Geschehen eingreifen können.

Großer Umbruch

Abschließend erklärte Manfred Schultze, dass ein großer Umbruch im Kreisvorstand bevorstehe. Entgegen mehrfacher Bekundungen in der Vergangenheit, sich nicht noch einmal zur Wahl zu stellen, bot er an, sich ein letztes Mal im kommenden Jahr zur Wiederwahl zu stellen.

„Es gibt einen so großen Umbruch und bis dato keinen anderen Kandidaten, der das Amt ausführen würde. Deshalb habe ich mich so entschieden. 2022 ist für mich aber definitiv Schluss. Das ist aber nur eine temporäre Verschiebung eines Problems, das auf den Fußballkreis Düren zukommt“, so Schultze, der unterstrich: „Ein solcher Fall, dass sich kein Kandidat für den Posten des Kreisvorsitzenden findet, ist in der Satzung des Fußball-Verbandes Mittelrhein nicht vorgesehen und auch nicht berücksichtigt.“

(kte)
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