Erkelenz: Für das Hospiz kräftig in die Pedalen treten

Erkelenz : Für das Hospiz kräftig in die Pedalen treten

Was ist schwieriger? Das Trainieren für die Tour de Jumelage oder das Sammeln von Spenden für das Hospiz in Erkelenz?

Beim Training kommt es darauf an, für die mehrtägige Fahrt auf dem Rennrad körperlich in Schwung zu kommen, beim Spendensammeln in der Region wird unverdrossen auf das Hospiz hingewiesen, das einen Teil seines Unterhalts durch Spenden bestreiten muss.

Insofern sind die Teilnehmer der Tour de Jumelage, die nunmehr schon vor ihrer neunten Etappenfahrt auf dem Rennrad stehen, in doppelter Mission unterwegs. Durchaus erfolgreich, wie Tour-Organisator Wolfgang Kurth stolz berichtet. Immerhin sind schon über 100.000 Euro auf diese Weise in den vergangenen Jahren für das Hospiz zusammengekommen.

An Zielen hat es den Tour-Organisatoren nie gemangelt. So war auch schon schnell nach der letzten Tour der Jumelage, die nach München führte, klar, wohin die achte Auflage führen sollte: in bis dahin unerschlossenes Gebiet in Norddeutschland mit dem Endpunkt Hamburg.

„Den Süden kennen wir durch unsere Fahrten nach Bad Windsheim und München, den Osten durch die Touren nach Berlin und ins Erzgebirge nach Thum. Nur der Norden, der fehlt uns noch auf unseren Streckenplänen”, meinte Kurth zu den Überlegungen. Da bot sich Hamburg durchaus als Ziel an. Damit schlägt die große Stunde von Gerd Helfer, dem Streckenplaner bei der Tour de Jumelage. der Vermessungstechniker bereitet mit großer Akribie die Routenführung der einzelnen Etappen vor und hat schon im Herbst die Tagesabschnitte detailliert geplant.

Doch „nur” in der Theorie, denn die Realität hält so manche Überraschung parat, die erst erkannt wird, wenn die Strecke auf einer Vortour mit dem Wagen abgefahren wird. Dann muss beispielsweise ein eigentlich schöner Abschnitt am Timmendorfer Strand weichen, denn die Bundesstraße, die fast an der Ostsee entlang führt, ist in der sommerlichen Ferienzeit einfach nicht mit Rennrädern zu befahren.

Oder dann stellt sich ein im Internet ausgewählten Hotel am geplanten Etappenziel als gar nicht so attraktiv heraus, wie es den Anschein hatte. Mithin muss kurzerhand eine neue Unterkunft für die bis zu 30 Teilnehmer gefunden, die über 20 Rennradfahrer und die Besatzung der vier Begleitfahrzeuge.

Und dann konnte Helfer endlich den fertigen Plan präsentieren für die achte Tour de Jumelage vom 21. bis 28. Juni. Von Erkelenz geht es zunächst über 143 Kilometer zum Biggesee im Sauerland.

Am zweiten Tag ist das Ziel nach 164 Kilometer Willebadessen im Eggegebirge, Die dritte Etappe endet nach 130 Kilometern in Schaumburg im Wesertal, Von dort geht es an Tag vier nach Frankenfeld an der Aller mit einer „Kurzen Fahrtstrecke von 125 Kilometer.

Dafür wird die fünfte Etappe nach Mölln mit 170 Kilometern etwas länger. Von da nach Hamburg sind es bei der sechsten Etappen dann nur noch 140 Kilometer. Nach einem Ruhetag startet am Samstag, 28. Juni, die Rückreise; mit vielen Eindrücken und vielen Spenden fürs Hispitz.