Heinsberg: Frisch geweiht: Sascha Schmitz sitzt nun mit im Boot der GdG

Heinsberg : Frisch geweiht: Sascha Schmitz sitzt nun mit im Boot der GdG

In einem festlich gestalteten Gottesdienst hat Sascha Schmitz in St. Gangolf in Heinsberg seine erste Stelle als Kaplan für die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Heinsberg-Waldfeucht angetreten. Pfingsten war er im Dom zu Aachen zum Priester geweiht worden.

Als „ein Stück Neubeginn” in den 15 Pfarren, die zur GdG gehören, bezeichnete Propst Markus Bruns den Start des 34-Jährigen in dieser Gemeinschaft. „Er kommt in einer Zeit, in der so Manches in Bewegung ist in unserer Kirche”, fügte er hinzu. Alwin Meisberger vom GdG-Sprecherteam verglich die Tätigkeit des jungen Kaplans mit der eines Gesellen, der auf die Walz geht. „Auch Sie gehen gewissermaßen auf Wanderschaft, in unserer GdG von Ort zu Ort. So hatte er ihm in einem rot-weiß karierten Tuch an einem Stock ein Bündel geschnürt, das Brot und Salz enthielt, dazu eine Radwanderkarte und eine Flasche Heinsberger Schnaps.

Zunächst wird der neue Kaplan allerdings gemeinsam mit Propst Bruns nur in den sieben Pfarren des Bezirks Südost tätig sein: in Aphoven, Heinsberg, Laffeld, Schafhausen, Straeten, Unterbruch und Waldenrath .„Daheim ist man dort, wo man mit Gott verbunden ist”, stellte Schmitz für sich fest. „Ich fühle mich schon ganz daheim, wenn ich die Fahnen sehe”, sagte er und deutete er auf die Flagge der Vereinigten Schützenbruderschaften, deren Mitglieder am Gottesdienst teilnahmen. Auch in seiner Heimat in Mechernich-Harzheim sei er in Vereinen aktiv gewesen. Seit einer Woche wohne er jetzt in Heinsberg, direkt am Fuße des Kirchbergs, und habe bereits viele nette Menschen kennengelernt.

Nach dem Evangelium über den Sturm auf See (Markus 4, 35-41) luden ihn die übrigen Mitglieder des Pastoralteams in ein echtes Boot ein, dass der THW-Ortsverband Hückelhoven vor der Messe im Hochchor der Kirche abgelegt hatte. „Wir sitzen hier stellvertretend für die 27 000 Katholiken in der GdG”, hieß ihn Gemeindereferentin Ute Reiche willkommen. Im Boot plauderte Schmitz locker über sein Leben und erzählt davon, zuvor auch schon „einen anständigen Beruf” erlernt zu haben. Er war als Maler und Lackierer tätig, bevor er sich entschloss, Theologie und Philosophie zu studieren. „Ich freue mich, jetzt hier bei euch zu sein und werde mir alle Mühe geben, unser Boot nicht zum Kentern zu bringen”, fügte er schmunzelnd hinzu.

Überhaupt ließ er bei seiner Vorstellung eine gute Portion Humor durchblicken, die ihm während des Predigtgesprächs den Beifall der Gottesdienstbesucher einbrachte. „Ich freue mich, mit Ihnen Eucharistie zu feiern, Menschen zu begegnen, auf gute Gespräche, auf alles, was so kommen mag”, sagte er. Prägnant formulierte er seinen größten Wunsch an die Christen in der GdG: „Ich wünsche mir, dass wir Christen sind, die untereinander und nicht übereinander reden!”

Die Gottesdienstbesucher waren bei der anschließenden Begegnung mit Schmitz begeistert, nicht nur von seiner ansprechenden, offenen Art, sondern auch von seinen gesanglichen Fähigkeiten. Beigetragen hatte zum Gelingen des Festgottesdienstes der Junge Chor von St. Gangolf unter der Leitung von Regionaldekan Winfried Kleinen mit Solistin Monika Schumacher.