Erkelenz: Freundliches Rathaus aus Alt und Neu

Erkelenz : Freundliches Rathaus aus Alt und Neu

Auf den Tag genau 50 Jahre nach der Grundsteinlegung für das neue Rathaus am Johannismarkt in Erkelenz gab es am Montagnachmittag wieder ein bedeutsames Ereignis.

Mit dem Setzen eines Schlusssteines vollendete Bürgermeister Erwin Mathissen die Aufstockung und Erweiterung des städtischen Verwaltungsgebäudes.

Augenzeuge war Ehrenbürger und Ehrenratsherr Jakob Franzen, der auch vor 50 Jahren als Amtsbürgermeister für Gerderath und Myhl beim feierlichen Akt anwesend war.

„Es ist vollbracht”, jubelten nicht nur Bauherr, Architekt und ausführende Firmen.

In den Jubel stimmten vornehmlich die Rathaus-Mitarbeiter ein, die in den vergangenen 18 Monaten etliche hausinterne Umzüge, Staub, Lärm und sonstige Unannehmlichkeiten über sich ergehen lassen mussten.

Doch nun sehen sie den Lohn der Bemühungen: ein modernes, helles, freundliches Rathaus.

„Mehr Platz, mehr Licht, eine günstigere Anordnung der Abteilungen verbessern nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern ermöglichen es auch den Bürgern, sich leichter zurechtzufinden”, sagte Mathissen am Montag beim feierlichen Akt im Kreis von Firmenvertretern und Ratsmitgliedern.

„Und damit zeigt das umgebaute und erweiterte Rathaus schon in der Architektur, wie wichtig uns Bürgernähe ist.

Als Sitz der Verwaltung ist ein Rathaus kein x-beliebiges Verwaltungsgebäude, sondern formuliert auch das Selbstverständnis einer Stadt.”

Transparenz und Offenheit seien die Schlagworte. Dem Architekten Peter Tillmanns sei es gelungen, das Rathaus in modernem Format zu ergänzen, für das sein Vater Heinz Tillmanns vor 50 Jahren die Grundlage geschaffen habe.

„Die Investition in Höhe von 3,361 Millionen Mark hat sich gelohnt”, fuhr Mathissen fort.

Lange sei seit der Kommunalen Neugliederung 1972 über ein neues und dann über ein erweitertes Rathaus geredet worden, endlich wurde am 19. September 2001 der entsprechende Beschluss im Hauptausschuss zur Erweiterung und Aufstockung des Verwaltungsgebäudes gefasst.

Im April 2002 begannen die Aufstockungsarbeiten, im Juli 2002 war bereits Richtfest für die beiden Flügel am Johannismarkt und an der Gasthausstraße, die um ein beziehungsweise zwei Stockwerke erhöht wurden.

Dass das Werk mit 56 neuen und 27 erneuerten Büros gelungen ist, davon konnten sich die Teilnehmer der Feier selbst überzeugen. Nun wird es allerdings nicht wieder 50 Jahre dauern, bis die nächste Veränderung am Johannismarkt ansteht.

Der zweite Bauabschnitt ist schon geplant und soll 2004 entlang der Schülergasse nach Abriss des dort stehenden, maroden Gebäudes in Angriff genommen werden.