Hückelhoven: Freizeitbad wird zur Kostenfalle

Hückelhoven : Freizeitbad wird zur Kostenfalle

Das Hallenbad und das Freibad Am Kapbusch entwickeln sich zu Kostenfallen.

Für das vergangene Jahr mussten insgesamt über eine Million Euro aus allgemeinen Finanzmitteln zugeschossen werden. Dies ging aus der Betriebskostenabrechnung für 2008 hervor, die im Ausschuss für Kultur, Sport und Städtepartnerschaft diskutiert wurde. Vor allem das Hallenbad leidet unter gleich bleibendem Besucherschwund.

Mit 64.000 Besuchern wurde auch das bisherige Negativrekordergebnis von 2003 (66.000 Besucher) unterboten. Lediglich 184.448 Euro konnten im Hallenbad durch Eintrittsgelder erwirtschaftet werden. Dies entspricht einer Deckung der Betriebskosten von 16,9 Prozent. Mit 18,4 Prozent schneidet das Freibad dabei noch ein wenig besser ab als das Hallenbad.

Mit einem Fehlbetrag von knapp 70.000 Euro trägt das Freibad unwesentlich zur Gesamtsumme bei, erwirtschaftet aber auch nur rund 15.600 Euro der Gesamterträge. Vor allem zu schaffen mache dem Hückelhovener Bad, dem Kämmerer Holländer eine „solide Bauweise” bescheinigte, die Konkurrenz aus der näheren Umgebung. Vor allem das neue Bad in Wassenberg werde auch in Zukunft die Umsätze drücken.

Auch aus Erkelenz droht Gefahr, denn dort diskutiert der Rat gerade den Bau eines modernen Hallenbades aus Mitteln des Konjunkturpaketes II. Auch das Offene Ganztagsangebot an den Schulen habe zum Besucherschwund beigetragen, da die Schüler bis 16 Uhr in den Schulen beschäftigt seien.