Kreis Düren: Freialdenhoven wird seiner Favoritenrolle mit 4:0 gerecht

Kreis Düren : Freialdenhoven wird seiner Favoritenrolle mit 4:0 gerecht

Der Favorit Borussia Freialdenhoven hat sich die Fußball-Krone des Kreises Düren aufgesetzt. Im Finale des Kreispokals bezwang die Mannschaft von Trainer Wilfried Hannes Germania Lich-Steinstraß mit 4:0. Die Partie wurde auf der Anlage von Viktoria Birkesdorf ausgetragen.

Nach einer eher ausgeglichenen Anfangsphase gewann Freialdenhoven, das als Mittelrheinligist zwei Ligen höher spielt als Gegner Lich-Steinstraß (Bezirksliga) immer mehr die Oberhand. Bereits in der siebten Minute setzte die Hannes-Elf mit dem ersten Kopfball knapp über die Querlatte den ersten Akzent des Spiels.

Das gesamte Geschehen spielte sich in der Lich-Steinstraßer Hälfte ab. Die Germanen-Abwehr leistete zunächst gute Arbeit und hielt dem Druck in der ersten halben Stunde stand. Vor dem Strafraum kamen die Borussen aus Freialdenhoven nicht zum Abschluss. Stürmer Yannick Kuhnke nahm den Ball mehrmals kurz vor dem Tor volley, stand jedoch trotz grandioser Ballhereingabe aber knapp im Abseits.

1:0 fällt im Gegenzug

Ein Raunen ging in der 34. Minute durch das Publikum, nachdem Kuhnke erneut aus 30 Metern auf das Tor schoss, der Ball von Torwart Florian Leipertz grandios pariert wurde und die Germania im Gegenzug mit einem Lattentreffer ihre beste Torchance verpassten. Im Gegenzug erlöste Nathan Ndombele die Hannes-Elf mit dem Führungstreffer — nach einer Flanke kam er kurz vor dem Torwart an den Ball, und brachte diesen im Tor unter. Kurz vor der Pause gab Okan Dikenli für die Borussia eine weitere Flanke herein, die ein wenig abrutschte, gefährlich wurde, aber noch knapp am Aluminium vorbeisegelte.

Auch nach dem Wechsel übernahm Freialdenhoven gleich das Kommando. Nach einer Standardsituation in der 60. Minute hatte Yannick Kuhnke mit einem Volleyschuss Glück. Der Ball flog ins Netz der Steinstraßer. Zehn Minuten später dribbelte er drei Abwehrspieler des Gegners schwindelig und tänzelte mit dem Ball ins Tor. Nach mehreren Spielerwechseln in der Schlussphase des trotz 3:0-Führung der Borussen immer noch spannenden Spiels ließen beide Teams gute Chancen liegen. Wolfgang Nock scheiterte gar zwei Mal trotz Nachsetzens am Torwart der Germanen. Kurz vor dem Abpfiff setzte Nathan Ndombele auch spielerisch mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt (90.).

Zwei Verletzungen trüben Sieg

„Wir haben von der ersten Minute an ein souveränes Spiel gespielt und waren überlegen. Was mich sehr gefreut hat, ist, dass Spieler aus der zweiten Reihe, die weniger oft zum Einsatz kamen, in diesem wichtigen Kreispokal-Endspiel ihre Chance genutzt und ihre Sache gut gemacht haben. Wir haben uns trotz des 4:0-Endstandes phasenweise schwer getan, Tore zu schießen“, sagte Borussen-Trainer Wilfried Hannes.

„Was den Sieg etwas trübt sind die beiden Verletzungen, die aus dem Spiel resultierten. Okan Dikenli zog sich eine Knieverletzung zu und Luca Fadel musste sogar zum Röntgen. Ich hoffe, dass es nichts Schlimmeres ist.“ Am Mittwochabend erfolgte die Auslosung der ersten Runde des Mittelrheinpokals erst nach Redaktionsschluss. „Das wichtigste ist, dass wir gewonnen haben, denn — egal welches Los wir ziehen — wir werden ein Heimspiel bestreiten“, fasste Hannes zusammen.

Arnoldsweiler wird Dritter

Die Viktoria aus Arnoldsweiler (Mittelrheinliga) traf im Spiel um Platz 3 auf den FC Düren 77 (Kreisliga A). Die körperbetonte Partie endete aus Sicht der Dürener trotz guten Gegenpressings 0:3. Arnoldsweilers Trainer Frank Rombey fasste das Spiel kurz zusammen: „Uns ging es hauptsächlich um die Qualifikation für den Mittelrheinpokal. Meiner Meinung nach haben wir das solide gelöst. Wir wollten Düren 77 nicht in die Nähe des Tores kommen lassen, was uns auch gelungen ist.“

Ein Klassenunterschied war zwischen A-Ligist Düren 77 und Mittelrheinligist Arnoldsweiler von der ersten Minute an spürbar. „Wir haben aber viele Chancen liegen gelassen und hätten sicherlich ein höheres Ergebnis erreichen können. An dieser Stelle sei sicherlich ein Kompliment an 77 angemessen. Bis zum Ende hat die gegnerische Elf sich gewährt“, lobte Rombey auch den Viertplatzierten.

„Wir sind live bei der Auslosung der ersten Verbandspokalrunde dabei. Letztes Jahr sind wir unglücklich gegen den Regionalligisten Bonner SC im Halbfinale ausgeschieden. In diesem Jahr wollen wir weiter kommen und hoffen auf einen attraktiven Gegner“, so Rombey mit dem Blick auf den Mittelrheinpokal.

Viktor Werner, Kapitän des FC Düren 77, war nicht unzufrieden mit der Spielweise seiner Mannschaft: „Das technisch schnelle Spiel machte es uns sicherlich nicht leicht, gegen die starken Arnoldsweiler gegenzuhalten. Trotz des Ergebnisses können wir unter dem Strich stolz auf uns und unsere Leistung sein. Wir hatten wenig Torchancen, haben uns aber trotzdem gut verkauft.“

(mie)