Kreis Heinsberg: Frauenzentrum zu Gast im Düsseldorfer Landtag

Kreis Heinsberg : Frauenzentrum zu Gast im Düsseldorfer Landtag

Positive Resonanz fand das Frauenzentrum auf seine Einladung zur politischen Diskussion im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Mehr als 30 Bürgerinnen und Bürger fuhren mit nach Düsseldorf, um sich in der Landeshauptstadt über aktuelle Entwicklungen in Schule und Bildung zu informieren.

Auf besonderes Interesse stießen bei den Besucherinnen und Besuchern Informationen zu Energie- und Wirtschaftspolitik des Landes Nordrhein-Westfalen, speziell auch zu Fragen aus Umsiedlungsorten im Erkelenzer Stadtgebiet.

Zahlreiche Damen und einige mutige Herren hattensich einen der begrenzten Plätze für die gemeinsame Busfahrt gesichert. Bei sonnigem Herbstwetter erreichte die Gruppe den Landtag. Nach kurzer Information zu Funktion und Arbeit der Fraktionen und des Parlaments im Landtag begrüßte der Erkelenzer CDU-Abgeordnete Dr. Gerd Hachen die Gruppe, informierte über bildungspolitische Entscheidungen wie die Weiterführung der G8-Organisation von Gymnasien.

Ein weiteres Thema für Schulen, Eltern und Bildungsplaner ist die Umsetzung der Inklusion in allen Schulformen. In diesem Prozess ist noch viel Arbeit zu leisten, um alle Schüler und Schülerinnen individuell fördern zu können, so war der Tenor. Deutlich wurde herausgestellt, dass mehr Lehrerinnen und Lehrer eingesetzt werden müssten, um den Anforderungen differenzierter, kindgemäßer Förderung gerecht zu werden.

Garzweiler II

Neben energiepolitischen und wirtschaftlichen Themen fragten Interessierte aus der Gruppe auch nach Lösungsvorschlägen für Ortschaften, die von Garzweiler II betroffen sind. Da stellte Hachen mit Blick auf den Ort Holzweiler, der doch nicht dem Braunkohleabbau weichen soll, fest, dass die Frage, wie eine Ortschaft überleben könne, wenn sie von Abbaugebieten eingegrenzt werde, weiterhin mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu klären sei.

Dass junge Menschen, die ein Studium abgeschlossen haben, weniger Aussichten auf Arbeitsstellen im Kreis Heinsberg hätten, machte ein junger Mann deutlich, der sich nach eigenen Angaben nach Abitur und Studienabschluss intensiv um einen Berufseinstieg bemüht und bisher wenig Erfolg hat verbuchen können.

Nachdenklich und weiter diskutierend schloss die Gruppe den Besuch in der Kantine des Landtags bei Kaffee und Kuchen ab. Dort informierte Christoph Weißkirchen, Chefredakteur der Informationszeitung „Landtag intern“ über diese Art der Öffentlichkeitsarbeit des Düsseldorfer Parlaments; alle Teilnehmer nahmen die aktuelle Ausgabe zur Information für sich und andere Interessenten mit in den Kreis Heinsberg.

Der Wunsch nach weiteren politischen Diskussionen war eines der Ergebnisse dieses Besuchs vom Frauenzentrum im Düsseldorfer Landtag.