Kreis Düren: „Frauen helfen Frauen“ fehlt die finanzielle Sicherheit

Kreis Düren : „Frauen helfen Frauen“ fehlt die finanzielle Sicherheit

„Zur Finanzierung des Beratungsangebots des Vereins ‚Frauen helfen Frauen‘ bedarf es der Zusammenarbeit der Kommunen im Kreis. Nur so können wir die Finanzierung langfristig sicherstellen“, sagte der SPD-Landtagabgeordnete Peter Münstermann nach einem Gespräch mit Vertretern des Vereins „Frauen helfen Frauen“ und der Jülicher SPD.

Der Verein „Frauen helfen Frauen“ in Jülich ist eine wichtige Anlaufstelle für Mädchen und Frauen aus fast allen Kommunen im Kreis, die Opfer häuslicher und sexueller Gewalt geworden sind. Schwierigkeiten macht der Beratungsstelle derzeit die fehlende Sicherheit der finanziellen Planung. Denn zu den Mitteln des Landes und des Kreises trägt die Stadt Jülich circa 12.000 Euro der Kosten.

Hinzu kommen Zuschüsse aus den Kommunen Inden, Niederzier, Titz und Linnich. Doch die Zuschüsse Jülichs werden 2015 auf die Hälfte gekürzt und auch Gelder von Nachbarkommunen wie zum Beispiel der Gemeinde Titz fallen voraussichtlich weg.

Zur Sicherstellung der Finanzierung hat die Jülicher SPD daher angeregt, dass die Kosten gerecht unter den verschiedenen Kommunen verteilt und so die Beratungsstelle langfristig gesichert werden soll. Diese Idee wurde vom Landtagsabgeordneten Peter Münstermann aufgenommen, der einen Schlüssel entwickelt hat, nachdem sich die einzelnen Kommunen — an den aus den Kommunen stammenden Fallzahlen orientiert — anteilsmäßig an der Finanzierung der Beratungsstelle beteiligen.

„Ein solcher Schlüssel wäre eine gerechte und sozial verantwortliche Lösung sowie ein wichtiges Zeichen für einen solidarischen Kreis Düren. Nicht zuletzt ist die Weiterfinanzierung eine Wertschätzung der Arbeit der Beratungsstelle“, sagte Münstermann. „Indem wir miteinander arbeiten und uns gegenseitig unterstützen, können wir eine aktive interkommunale Zusammenarbeit zum Wohle aller voranbringen“ zeigte sich der Jülicher SPD-Vorsitzende Marco Maria Emunds von dem Antrag angetan.

Auch die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle begrüßen diesen Antrag: „Er gibt uns Hoffnung, dass man unsere Arbeit anerkennt und auch in Zukunft möglich machen möchte.“ SPD-Fraktionen wie beispielsweise in Merzenich und Langerwehe haben bereits Anträge in die Räte eingebracht, wie Münstermann mitteilte.