Übach-Palenberg: Franz-Josef Fürkötter tritt nach 30 Jahren aus SPD aus

Übach-Palenberg : Franz-Josef Fürkötter tritt nach 30 Jahren aus SPD aus

Nach genau 30-jähriger SPD-Mitgliedschaft hat Franz-Josef Fürkötter, ehemaliger SPD-Fraktionsvorsitzender im Übach-Palenberger Stadtrat, ehemaliger Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion und ehemaliger SPD-Unterbezirksvorsitzender die Nase gestrichen voll und sein Parteibuch zurückgegeben.

Die Übach-Palenberger Kommunalpolitik, die Auseinandersetzung zwischen dem Übach-Palenberger SPD-Parteichef Heiner Weißborn und Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll habe einen denkbar geringen Anteil an seiner Entscheidung, erklärte er auf Anfrage.

Sein Parteiaustritt sei eine „Geschichte mit langem Vorlauf”: „Über so etwas wie Austritt denke ich nach, seitdem solche Leute wie Norbert Spinrath und Konsorten es geschafft haben, mich als Fraktionsvorsitzender im Kreis zu entfernen.”

Der 55-jährige Fürkötter war von 1989 bis 1995 Fraktionsvorsitzender im Übach-Palenberger Stadtrat, später vier Jahre Unterbezirksvorsitzender und fünf Jahre Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. In den beiden letzten Ämtern wurde er vor zweieinhalb bzw. eineinhalb Jahren nicht mehr wiedergewählt.

„Und das als dienstältestes Unterbezirks-Vorstandsmitglied. 18 Jahre lang gehörte ich zu diesem Zeitpunkt dem UB-Vorstand an. Aber ich habe damals schon gesagt: Anstand kann man nicht verordnen. Die Konsequenzen habe ich aber erst jetzt gezogen.”

Während er heftige Kritik an dem Unterbezirksvorsitzenden der SPD im Kreis Heinsberg, Norbert Spinrath („Spinrath und Konsorten betreiben ein Abbruchunternehmen”), übt, lobt er die „gute Politik von Landrat Stephan Pusch”: „Dagegen seriös Opposition zu betreiben, ist eine schwierige Aufgabe.

Das habe ich versucht, aber nicht spektakulär. Und das hat nicht gefallen.” Die CDU habe Pusch erwartungsgemäß wieder aufgestellt, Pusch habe eine Wiederwahl verdient. Der Vermutung, dass Fürkötter nach seinem SPD-Austritt der CDU beitreten wird, widersprach er nicht.

Allerdings werde er keinesfalls als Bürgermeisterkandidat der Übach-Palenberger CDU ins Rennen gehen: Seit 1995 habe er sich nicht mehr in die Übach-Palenberger Kommunalpolitik eingemischt. „Nach zehnjähriger Arbeit als Fraktionsvorsitzender muss man später nicht immer als Ratgeber auftreten. Auch aus den Auseinandersetzungen zwischen Weißborn und Schmitz-Kröll habe ich mich immer rausgehalten. Nur eines weiß ich: Durch diese Auseinandersetzung hat die SPD keinen Vorteil.”