Kreis Düren: Fortbildung beschäftigt sich mit Problemen von Pflegekindern

Kreis Düren : Fortbildung beschäftigt sich mit Problemen von Pflegekindern

Warum kann ich nicht mehr zu Hause leben? Für Pflegekinder ist das schwer zu verstehen. Ihre Pflegeeltern können sie unterstützen, indem sie ihnen gelegentliche Kontakte zur Herkunftsfamilie ermöglichen.

„Besuchskontakte von Pflegekindern“ war das Thema einer Fortbildung im Kreishaus. 22 Pflegeeltern waren auf Einladung des Amtes für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren des Kreises Düren gekommen. Die Frankfurter Diplom-Sozialpädagogin und Familientherapeutin Sabine Kiy-Kania konzentrierte sich darauf, wie Eltern für ihre Pflegekinder gute Bedingungen für diese Kontakte schaffen können. Denn: „Wir können die Kinder aus ihren Familien nehmen, aber nicht die Familien aus den Kindern.“

Zurzeit leben im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes (die Stadt Düren hat ein eigenes) 280 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien. Krankheit, Suchtprobleme und Gewalt, Arbeitslosigkeit oder Partnerschaftskonflikte können Gründe dafür sein, dass Kinder vorübergehend oder auf Dauer nicht bei ihren leiblichen Eltern bleiben können.

Der Pflegekinderdienst des Kreises sucht weitere Menschen, die Pflegeeltern sein wollen. Dies können Paare mit und ohne Kinder sein oder Alleinstehende. Wichtig ist, dass sie über Zeit, Geduld, Belastbarkeit, Offenheit und Toleranz verfügen. Auch Flexibilität ist wichtig, vor allem dann, wenn Kinder kurzfristig untergebracht werden müssen. Darüber hinaus werden „Profifamilien“ gesucht, in denen ein Elternteil über eine pädagogische Ausbildung verfügt. Sie können besonders beeinträchtigte Jungen und Mädchen aufnehmen.

Die Pflegefamilien werden in Gesprächen und Seminaren auf ihre Aufgabe vorbereitet und vom Pflegekinderdienst begleitet. Dorothee Pohlmann vom Kreis Düren gibt unter Telefon 02421/221231 Infos.