Erkelenz: Flinke Feuerwehr begeistert den Inspektor

Erkelenz : Flinke Feuerwehr begeistert den Inspektor

Wenn in Erkelenz die Sirenen heulen, hören einige Bürger gar nicht mehr hin.

Fehlalarm, denken sie gleich. So war es auch am Mittwoch wieder um 10.06 Uhr, als lautstark Alarm gegeben wurde. Doch gab es weder einen Fehlalarm noch einen Einsatz.

Am Mittwochmorgen hatte Stadtbrandinspektor Wolfgang Linkens kurzerhand eine Übung angesetzt. Kellerbrand bei der Firma Hegenscheidt, so lautete sein knapper Einsatzbefehl, mit dem er die Rettungskräfte aufschreckte. Dieses Szenario hatte er gemeinsam mit dem Sicherheitsbeauftragten des Unternehmens, Willi Purrio, ausgearbeitet.

Dann ging alles sehr schnell. Aus dem Keller des Hauptgebäudes stieg Rauch auf, der auch das Treppenhaus vernebelte. Unverzüglich ordnete Purrio eine Evakuierung an.

Während die Mitarbeiter das Gebäude verließen, schaute Linkens auf die Stoppuhr. Drei Minuten nach der Alarmierung war der Rettungswagen vor Ort, die Polizei folgte zwei Minuten später.

Nach sechs Minuten rückte der Löschzug Erkelenz-Mitte an. 29 Einsatzkräfte kamen zum vermeintlichen Brandort. Lange brauchten sie sich nicht aufzuhalten. Schnell ging es wieder zurück zum Gerätehaus und an die Arbeitsplätze.

Für Linkens wurde die Übung zu einem vollen Erfolg. „Es ist toll, zu dieser Zeit so viele Kameraden rekrutieren zu können.” Begeistert ist er auch über die Schnelligkeit „seiner” Truppe.

Aus dem Stand in weniger als acht Minuten am Einsatzort, das ist ein Wert, der sich sehen lassen kann. Und die Übung hatte noch einen dritten Effekt: Die Wehr lernte die Gebäude der Firma Hegenscheidt kennen.