Selfkant-Höngen: Findlinge, kreisförmig angeordnet

Selfkant-Höngen : Findlinge, kreisförmig angeordnet

Vor rund einem halben Jahr wurde der Dorfverschönerungsverein Höngen gegründet, seit dieser Zeit wurden zahlreiche Vorschläge aus der Bevölkerung aufgenommen und besprochen.

Dass die Bewohner von Höngen sowie von Klein- und Großwehrhagen Interesse an einer Dorfverschönerung haben, zeigte der gewaltige Mitgliederzuwachs binnen weniger Wochen: Über 70 Bürger machen mit, die Tendenz ist weiter steigend.

„Jetzt folgen Taten”, sagte der Vorstand um Ortsvorsteherin Ruth Deckers, die bei ihrem Neujahrsempfang die Idee zum Dorfverschönerungsverein formulierte und gleich das Interesse vieler weckte.

Erste große Maßnahme (einige kleinere wurden bereits umgesetzt) ist das Projekt „Kirchstraße Höngen”. Dort, im ältesten Teil von Höngen, sind Anpflanzungen geplant.

Mit den Anwohnern soll nun unverzüglich gesprochen werden; der Dorfverschönerungsverein möchte seine Pläne darlegen und Anregungen entgegennehmen.

„Wir haben im Vorfeld schon Fachleute gefragt, welche Bäume in Frage kommen. Wir möchten zum Beispiel keine Linden oder Birken. Wir möchten schon etwas Besonders und wollen auch, dass wenig Laub anfällt”, so Ruth Deckers.

Bänke am Kriegerdenkmal

Weiterhin wird im Rahmen dieser Verschönerung der Kirchstraße nicht nur an eine Bepflanzung gedacht. Die Kübel vor der Kirche kommen weg, stattdessen sollen am Kriegerdenkmal Bänke zur Entspannung einladen.

Ferner denkt man einen Fahrradständer; das wilde Parken im Kirchenbereich wäre dann vorbei.

„Im Rahmen der Tourismusförderung Selfkant ist die Ankoppelung als Fahrradnetz-Knotenpunkt im Grenzland für unsere Region geplant, die Kirchstraße soll dafür ausgewiesen werden.

Mit dieser neuen Belebung der Kirchstraße könnten wir gleichzeitig zum Aufenthalt hier in Höngen einladen”, sieht der Vorstand hier eine gute Werbung für den Ort.

Vorgestellt wurde außerdem das Projekt „Tümp” im Bereich Westerholzer-/Birder Straße. Die Freifläche wird nach Höngener Geschichte „Tümp” genannt (wenngleich bekannt ist, dass der eigentliche Wassertümp auf der anderen Straßenseite lag).

Dieser ehemalige Anziehungspunkt soll wieder zum Leben erweckt werden. Die Freifläche soll mit einer gezielten Gestaltung auf den Selfkant hinweisen. Die Überlegungen gehen dahin, und dies wurde den Anwesenden anhand von Bildern auch dokumentiert, dass der „Tümp” symbolhaft den gesamten Selfkant darstellt.

Der Platz sollte gepflastert werden. Die einzelnen Selfkant-Orte sollen dargestellt werden durch Findlinge, die zusätzlich als Sitzfläche dienen.

Brunnenwasser zirkuliert

Ein weiterer Findling wird unmittelbar am Wasserbecken errichtet und mit einer Pumpe versehen, die das Brunnenwasser über Stein und Becken zirkulieren lässt.

„Die glückliche Anordnung der Orte lässt einen Sitzkreis zu, an dem sich prima klönen lässt”, kamen die Vorstandsmitglieder bereits in Schwärmen.

Die anwesenden Anwohner zeigten sich begeistert. Wobei der Verein dieses Projekt erst in den nächsten Jahren plant, da die Kirchstraße Priorität hat.