Kleingladbach-Ratheim: Feinster Rasen für Rex, Bodo und Waldi

Kleingladbach-Ratheim : Feinster Rasen für Rex, Bodo und Waldi

Dort, wo Fuchs und Hase sich normalerweise gute Nacht sagen, haben jetzt andere Vierbeiner ihr Lager aufgeschlagen - über 7000 Quadratmeter stehen zur freien Verfügung von Bodo, Waldi, Rex und ihren Freunden.

Ehemals brach liegendes Land, macht das weiträumige Areal im Schatten der Bergehalde nun einen gänzlich anderen Eindruck: Feinster Rasen bedeckt den Boden, Zaun umspannt das Gelände, ein Stromgenerator brummt im Hintergrund vor sich hin und aus dem metallenen Schornstein des Clubhäuschens dringt ein wenig Qualm.

Verantwortlich für die Kultivierung sind der Internationale Dackelclub Gerweis sowie der Internationale Rasse-, Jagd- und Gebrauchshundeverband (IDG-IRJGV).

Viele der 750 im Kreis vertretenen Mitglieder packten in den vergangenen Monaten kräftig an, um sich den Traum vom eigenen Hundesportplatz endlich erfüllen zu können.

20 000 Euro brachten sie auf, beinahe alle Arbeiten erledigten sie in Eigenleistung. Umso schmerzhafter war es, als Vandalen vor einiger Zeit Teile des Platzes verwüsteten. „Drei Wochen hat uns das zurückgeworfen”, erinnert sich Vorsitzender Hans Melchers.

Ein Schaden von etwa 1000 Euro entstand, allein 50 Zaunpfähle mussten ersetzt werden. Davon unbeeindruckt machten die Clubmitglieder weiter, und nun, nach sechsmonatiger Bauzeit, informiert der Vorsitzende nicht ohne Stolz: „Wir sind mittlerweile so weit, dass wir mit dem Übungsbetrieb anfangen können.”

Dreieinhalb Jahre mussten die Tierliebhaber auf die Baugenehmigung warten. Gespräche mit Hückelhovens Bürgermeister Werner Schmitz hätten von Anfang an einen positiven Verlauf genommen, so Melchers. Auch beim Eigentümer des Landes, Adolf Spieß von Büllesheim, sei man auf „fruchtbaren Boden” gestoßen. Ein Mietvertrag wurde ausgehandelt.

Zwar fehlen die Mittel zur Anschaffung eines teuren Sicherheitssystems, doch haben die Mitglieder eine Alarmanlage installiert - Zerstörungsorgien soll in Zukunft auf jeden Fall vorgebeugt werden.

Momentan besteht die Hauptaufgabe der Hundefreunde darin, den Auflagen des Kreises Genüge zu tun: Da sich der Übungsplatz in einem Landschaftsschutzgebiet befindet, muss er durch die Anpflanzung von Vegetation wieder ins Landschaftsgefüge einpasst werden. Sogar das Clubhaus, das aus mehreren umgebauten Wohncontainern besteht, erhielt einen ökologisch korrekten Anstrich in Grün.

Grundsätzlich alle Hunde sind den Mitgliedern willkommen, auch so genannte Kampfhunde. Der Vorsitzende betont: „Es gibt in meinen Augen keine Kampfhunde, sondern sie werden von ihren Besitzern zu solchen gemacht.” Wer seinen vierbeinigen Liebling fachgerecht sozialisieren möchte, ist auf dem Hundesportplatz genau richtig. Die obersten Gebote der Übungsleiter heißen: Gehorsam und Verkehrssicherheit.

Selbstverständlich „trainieren” sie auch den Haltern sachkundiges Wissen an. Erworben werden kann nach bestandener Begleithunde- und Sicherheitsprüfung ein international gültiger Begleithundepass, der die Ungefährlichkeit des Hundes belegt.

Eine Spielstunde für Hunde bietet der Verein mittwochs ab 17 Uhr. Samstags locken Welpenschule (14 Uhr), Anfängerkurs (15 Uhr), der Kurs für Fortgeschrittene (16 Uhr) und der Leistungskurs (17 Uhr). Im Internet sind die Hundefreunde unter www.IDG-IRJGV-Heinsberg.de erreichbar. Ansprechpartner sind Hans Melchers, 02454/7543 sowie Helmut und Nadine Gerspacher 02453/689.