Geilenkirchen-Teveren: Explosionsgefahr nach Unfall auf der Landstraße 42

Geilenkirchen-Teveren : Explosionsgefahr nach Unfall auf der Landstraße 42

Explosionsgefahr in Teveren: Kurz nach 17 Uhr war der Anhänger eines Teerkocher-Gespanns im Kreisverkehr der Landstraße 42 umgekippt.

Ein 58-jähriger Mann aus Hückelhoven fuhr zu diesem Zeitpunkt mit dem Lkw eines Übach-Palenberger Straßenbauunternehmens seinem Feierabend entgegen. Auf dem Weg zur Firma passierte er den Kreisverkehr und wollte nach rechts in die Teverener Straße abbiegen.

Dabei berührte der Teerkocher-Anhänger die etwa 25 Zentimeter hohe Innenbegrenzung des „Kreisels”, kippte um und wurde auf der Seite liegend noch ein paar Meter mitgeschleift. Dabei entstand ein Leck in dem Flüssiggastank, dessen Inhalt für das Erhitzen des Teers benötigt wird. Das ausströmende Gas war noch im Umkreis von 50 Metern gut zu riechen.

„Ein Funke hätte bei entsprechender Konzentration genügt, um das Gas/Luftgemisch zu entzünden und den Tank zur Explosion zu bringen”, erklärt Stadtbrandinspektor Michael Meyer, der die Einsatzleitung inne hatte.

Die Alarmkette sorgte dafür, dass sofort die Züge 1 mit den Löscheinheiten Geilenkirchen, Süggerath, Waurichen und 2 mit Teveren, Nierstraß und Grotenrath sowie die Löscheinheit Gillrath-Hatterath und das 5000 Liter Wasser führende TLF 24/50 der Feuerwehr Hückelhoven anrückten.

500 Kilogramm Löschpulver

Zusätzlich wurde später die Awacs-Flughafenfeuerwehr mit einem Spezialfahrzeug angefordert. Das „Crash 5” verfügt über 500 Kilogramm Löschpulver sowie Schaummittel, das über eine Kanone aus großer Entfernung ins Ziel gebracht werden kann.

Als erste Maßnahme erfolgte die weiträumige Absperrung des Gefahrenbereiches. Zu diesem Zeitpunkt strömte weiterhin Flüssiggas aus dem 500-Liter-Tank. Die Einsatzleitung entschloss sich, das hochexplosive Gas unter ständigem Messen der Konzentration von Gas in der Luft kontrolliert abblasen zu lassen.

Währenddessen ging die Awacs-Feuerwehr in Bereitstellung, ein Rettungswagen stand die ganze Zeit zur Sicherheit der insgesamt 66 Einsatzkräfte bereit.

Schaumteppich

Die Kräfte der Löscheinheit Teveren setzten Mittelschaum ein und legten einen Schaumteppich über den Anhänger. Über die Drehleiter wurde die Einsatzstelle - in der Dunkelheit weithin sichtbar - ausgeleuchtet.

Nachdem der größte Teil des Flüssiggases entwichen, über das Awacs-Fahrzeug weiterer Schaum eingesetzt und weitere Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet worden waren, richtete ein Bagger des Straßenbauunternehmens den Anhänger wieder auf.

Unter Polizei- und Feuerwehrbegleitung wurden Lkw und Anhänger in eine Kiesgrube gebracht. Nach Reinigen des Kreisverkehres, der fast vier Stunden lang in alle Richtungen gesperrt war, konnte der Verkehr gegen 21 Uhr wieder fließen. Erfreulich: Bei dem Unfall kam niemand zu Schaden.