Hückelhoven: Evangelische Gemeinde in Hückelhoven gibt sich ein neues Leitbild

Hückelhoven : Evangelische Gemeinde in Hückelhoven gibt sich ein neues Leitbild

„Da gehe ich hin, mache mit und lasse mich stärken”: Unter diesem Motto steht das Leitbild der evangelischen Kirchengemeinde, das jetzt der Gemeinde präsentiert wurde.

Eine so genannte Steuerungsgruppe hat es in zweieinhalbjähriger Arbeit und in enger Zusammenarbeit mit den Gremien der Kirchengemeinde erarbeitet. „Dieses Leitbild formuliert schriftlich, wie sich die Gemeinde zukünftig sieht”, fasst Pfarrer Frank Mischnick das Ergebnis der Arbeit zusammen.

Vor sieben Jahren war von der Landessynode beschlossen worden, dass die evangelischen Gemeinden solche Leitbilder erstellen sollten. Ziel war, die Kompetenzen der einzelnen Gemeinden hervorzuheben und durch die interne Diskussion ein zukunfts- und tragfähiges Profil zu entwickeln.

In Hückelhoven begann die Arbeit der Steuerungsgruppe im Sommer 2005. Als Symbol wurde das Bild der Oase gewählt, denn „in einer Oase findet buntes und blühendes Leben statt”, so Mischnick. Herausgekommen sind fünf Schwerpunkte und Ziele, die es in Zukunft gilt umzusetzen. Einen besonderen Aspekt bildet die Kinder- und Jugendarbeit. Darüber hinaus steht die Gemeinde natürlich allen Mitgliedern offen und soll eine „starke Gemeinschaft” bilden, in der die Mitglieder miteinander und füreinander arbeiten.

Die Hückelhovener Gemeinde umfasst knapp 5000 Mitglieder, von denen sich rund 300 ehrenamtlich engagieren. Ein weiteres Augenmerk wird auf die Seniorenbetreuung gelegt. So war die kürzlich ins Leben gerufene Initiative „Seniorenbegleitung” auch ein Ergebnis der Leitbilddiskussion. Zwischenzeitlich haben sich bereits zwölf Interessenten gemeldet, die sich zu ehrenamtlichen Begleitern ausbilden lassen wollen.

Wichtig sei in dem Prozess, dass die „Vision der erhofften Zukunft nicht die Anbindung an die Realität” verliere, betont Karin Regel von der Steuerungsgruppe. Auch die Hifarther Pfarrerin Irene Schlawin war an der zweieinhalbjährigen Arbeit beteiligt. Sie sieht den ersten Erfolg der Gruppe darin, dass eingetretene Pfade verlassen worden sind. „Wir haben uns auf den Weg gemacht, damit die Veränderung überhaupt beginnen kann”, betont sie. So sei intensiv über die Angebote und die Arbeit in der Gemeinde diskutiert worden.

Die Ergebnisse dieser Diskussionen flossen in das neu formulierte Leitbild ein. Im Rahmen dieser Diskussion sei den Beteiligten bewusst geworden, wie vielseitig und umfassend das Angebot der Gemeinde bereits sei. Ein Ergebnis der Arbeit sei, dass die bestehenden Angebote zukünftig besser koordiniert würden. So sei für das nächste Jahr erstmals ein gemeinsames Konzert der beiden parallel existierenden Posaunenchöre geplant.

Das Leitbild stellt auf Basis der Analyse des Ist-Zustandes und der Gemeindechronik eine realisierbare Vision für die Zukunft als „Profilgemeinde” dar. So sollen Gemeindemitglieder motiviert werden, sich in der Gemeinde zu engagieren und sich mit den gemeinsamen Zielen zu identifizieren. Nun hoffen die Mitglieder der Steuerungsgruppe, dass das Leitbild weiterhin im Gespräch bleibt, denn es könne nicht „von heute auf morgen auf den Weg gebracht werden”.

Vielmehr müsse es Schritt für Schritt umgesetzt werden. Zukünftig soll sich die Steuerungsgruppe einmal pro Jahr treffen, um über die Erfolge der Umsetzung und das weitere Vorgehen gemeinsam mit dem Presbyterium zu diskutieren. Das neue Leitbild wurde in einem Flyer, der neben den Gemeindemitgliedern auch die Partner der Gemeinde informieren soll, anschaulich zusammengefasst.